Die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels organisierten einen Sachkundelehrgang für ihre Mitarbeiter und Feuerwehren.
Die drei Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels organisierten einen Sachkundelehrgang für ihre Mitarbeiter und Feuerwehren. Über 20 Teilnehmern wurde in Theorie und Praxis gezeigt, was bei einer Ölspurbeseitigung wichtig ist.
Funk
Nassenfels

Fachdozent Christian Stütz brachte den Kursteilnehmern sowohl Theorie wie auch Praxis zu diesem Thema, das vor allem nach Verkehrsunfällen häufig wichtig wird, nahe.

Bei der Betrachtung von exemplarische Fällen anhand von Bildern diskutierten die Teilnehmer über die jeweils speziellen Problemstellungen. Weiter erfuhren die Feuerwehrler und Bauhofangestellten, dass es vorrangige Pflicht der Reinigungskräfte ist, einen ordnungsgemäßen Zustand und somit die Verkehrssicherheit - insbesondere die Griffigkeit - der Straße wiederherzustellen. Andere rechtliche Punkte gehörten ebenfalls zum Lehrgang: Was ist eigentlich juristisch gesehen eine Ölspur? Welche Rechte und Pflichten hat der Straßenbaulastträger?

Die am Vormittag erlernten Kenntnisse wurden nach der Mittagspause am Nassenfelser Bauhof in die Praxis umgesetzt. Hier stellte sich heraus, dass zwar mit dem einfachen Verstreuen von Ölbinder und einem anschließenden Zusammenkehren das Problem auf den ersten Blick erledigt ist, auf den zweiten Blick aber die Probleme erst losgehen. Bei Regen beispielsweise ist nämlich dann nur das Öl oberflächlich weg. Das wurde anhand einer Gießkanne simuliert: Das Öl war in die Poren der Straße gelangt und sofort mit Start des Regens wieder nach oben gespült worden. Dadurch leidet die Griffigkeit, wie Christian Stütz erklärte. Selbst nach der zweiten Anwendung ergab die Griffigkeitsmessung noch keinen optimalen Wert.

Der bestmögliche Ansatz ist der Einsatz einer Spezialfirma; diese arbeite mit einem fahrbaren Reinigungsgerät, welches die Ölspur mit Über- und Unterdruck und der Hilfe von chemischen Vorgängen direkt aus dem Straßenbelag "heraussaugt". Selbst die Kosten, so der Referent, seien hierfür überschaubar - zumal die eigenen Kräfte ebenfalls Geld beziehungsweise Arbeitszeit kosten und sich zudem um die ordnungsgemäße Entsorgung kümmern müssen.