Eichstätt: Andreas Steppberger vereidigt
Eine neue Ära beginnt: Der neue Eichstätter Oberbürgermeister Andreas Steppberger (links) wurde vereidigt. Die Amtskette überreichte Bürgermeister Josef Schmidramsl.
Jürgen Knopp
Eichstätt
Den offiziellen Akt nahm Bürgermeister Josef Schmidramsl vor. Er vereidigte das neue Eichstätter Stadtoberhaupt und legte ihm die Amtskette um – unter den Augen von Steppbergers Frau Katrin, dem früheren OB Arnulf Neumeyer und zahlreichen Zuschauern. Dann übergab Schmidramsl die Leitung der Sitzung Andreas Steppberger.

Der 35-Jährige betonte, dass er sich der Verantwortung voll bewusst sei, das Amt sehr gerne übernehme und sich ihm mit voller Kraft widmen wolle. Rückblickend auf den Wahlkampf seien ihm viel Vertrauen und Sympathie quer durch alle Gruppierungen entgegengebracht worden. Dies habe ihn sehr gefreut und er nehme es als Ansporn und Ermutigung.

Steppberger sprach von einem bewegenden Moment für ihn. Sein großer Wunsch sei eine vertrauensvolle und offene Zusammenarbeit für eine dynamische Entwicklung „unserer schönen Stadt“. Die kommunale Verwaltung sei die direkteste Form der Politik: „Alle sollen an der Ausgestaltung ihres Lebensraums mitwirken“, forderte Steppberger. Die politische Kultur solle von Sachlichkeit, Offenheit, Respekt und Unvoreingenommenheit geprägt sein. Es gehe um den „Einsatz für die Sache ohne politische Einfärbung“. Er selber, so Steppberger weiter, verstehe sich als Moderator, Ideengeber und Motivator: „Ich möchte Sie bitten, die Zeit mit mir gemeinsam anzugehen.“

Wichtig sei auch, „immer ein Stückchen besser zu werden“. Im Rathaus sollen die Bürgerinnen und Bürger nicht als Bittsteller, sondern als Kunden empfangen werden. In den vergangenen Tagen habe er seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als motiviertes und engagiertes Team kennengelernt: „Ich fühle mich hier mehr als wohl und willkommen.“ Er sehe seine neue Aufgabe nicht als Beruf, sondern mehr als Berufung. Das Erbe, das er antrete, sei nicht leicht, meinte Steppberger, und verwies auf die „hervorragende Arbeit meines Vorgängers“.

Nachdem der neue Oberbürgermeister seine erste Sitzung geschlossen hatte, gab es noch einen kleinen Empfang in den Rathausfluren. Gegenüber dem EICHSTÄTTER KURIER betonte SPD-Fraktionschef Max Pfuhler, „dass wir alle an einem Strang ziehen“. Die Interessen Eichstätts müssten Vorrang vor parteipolitischen Ränkespielen haben. Steppberger habe nun eine 100-Tage-Frist, „danach sehen wir weiter“. Walter Eisenhart (CSU) sieht den neuen OB in der Bringschuld: „Jetzt muss er zeigen, was er drauf hat und die entsprechenden Weichen stellen.“ Die CSU werde selbstverständlich nach wie vor konstruktiv mitarbeiten und ihren Beitrag leisten.

„Ich freue mich auf einen Neustart, auf mehr Sachlichkeit und Inhalte“, so Manuela Knipp-Lillich (Grüne).