Eine Herberge für die Gottesmutter Maria suchen die Kinder in der Pfarrei Schernfeld.
Eine Herberge für die Gottesmutter Maria suchen die Kinder in der Pfarrei Schernfeld.
Bauer
Schernfeld
Sie suchen in Anlehnung an das Lukasevangelium Herberge für die Muttergottes.

 

Dazu tragen die Mädchen und Buben die Marienfigur von Haus zu Haus und bitten, dass sie für eine Nacht aufgenommen wird: "Wir kommen und klopfen an euer Tor, die Jungfrau Maria steht jetzt davor." Dort findet sie für einen Tag eine Bleibe. Am nächsten Abend kommen die Kinder wieder, um Maria abzuholen: "Wir kommen wieder und klopfen und fragen, wir müssen unsere Frau wieder weitertragen." Dann ziehen die Kinder mit Maria zu einer anderen Familie. Bei der Übergabe und Abholung wird gemeinsam gesungen und gebetet. Begleitet werden sie in Schernfeld von Mamas und von Lissi Ruthingsdorfer. Sie ist seit ihrer Kindheit bei der Herbergssuche dabei. Ihr Anliegen ist es, dass der christliche, bayerische Adventsbrauch des "Frauentragens" auch weiterhin gepflegt wird. In manchen Gegenden heißt dieser Brauch auch Herbergssuche.

Während Maria in der Weihnachtsgeschichte nicht in einer Herberge, sondern lediglich in einem Stall unterkommt, wird sie beim "Frauentragen" in zahlreichen Häusern der Pfarrei aufgenommen und bekommt einen Ehrenplatz. Gerade in der heutigen Zeit kann man dies als schönes Zeichen sehen, das von den Familien gesetzt wird.