Eichstätt: Von Eichstätt in die weite Welt
Die Acidkids gibt es inzwischen seit sechs Jahren: Tobias Stößl (oben), Daniel Brems (links) und Alexander Neubauer (rechts) - Foto: oh
Eichstätt
Inzwischen wird das Trio nicht nur in Eichstätt und Ingolstadt gebucht. Sie stehen in Köln, Berlin, Hamburg und anderen deutschen Städten am Mischpult – genauso in Spanien, England und sogar in den Vereinigten Staaten. Dabei sind die drei ihren Eichstätter Wurzeln treu geblieben und feierten daher ihren Geburtstag auch mit den Fans der allerersten Stunde im Dasda.

Die Acidkids, das sind Tobias Stößl aus Wellheim als Topper Harley, Daniel Brems genannt Daniel Dexter und in Schernfeld aufgewachsen und Alexander Neubauer als X van Haag aus Pfünz. Zwar sind die Freunde inzwischen verstreut: Brems arbeitet in Berlin als DJ, Neubauer lebt in München und Stößl studiert in Nürnberg Wirtschaftspädagogik. Doch für ihre Auftritte reisen die DJs mit Auto, Zug und Flugzeug umher.

Für Neubauer lautet das Fazit dabei ganz klar: „Natürlich ist jeder Auftritt irgendwie etwas Besonderes und macht auch immer Spaß, aber Auftritte in New York, Los Angeles oder Paris übertreffen das Ganze nochmal.“ Dabei ist Stößl vor allem ein Auftritt in den USA in Erinnerung geblieben. Im San Bernardino Valley (Kalifornien) legten die Acidkids auf einem „all ages rave“ auf: „Es gab keine Altersbeschränkung – also durften alle rein“, erklärt Stößl. „Es gab daher auch keinen Alkohol und da laufen Kinder mit Teddybärrucksäcken rum – aber alle sind auf Drogen.“ Genauso erinnert er sich gut an einen anderen Abend in Mexiko. „Wir sind in San Diego (Kalifornien) abgeholt worden und dann über die Grenze nach Tijuana gefahren“, erzählt der Student. „Da hatten wir schon Angst gehabt, dass wir an irgendwelche Organschmuggler geraten waren.“

Brems hingegen wird eine Fahrt nach Schweden nie vergessen, denn dort wurde dem Trio ein finnischer Schnaps zum Verhängnis. „Am Ende des Tages hatte Topper Harley ein gebrochenes Bein und die lieben Acidkids haben ihren sündhaft teueren Flieger zurück nach Deutschland verpasst“, erzählt er.

Für ihr aktuelles Album „Meat & Greet“ wollten die drei eigentlich noch prominente Unterstützung. „Wir hatten Dr. Alban angeschrieben“, so Stößl. Der Popmusiker, der vor allem durch „It's my life“ und „Sing Halleluja“ berühmt wurde, sei auch sofort begeistert gewesen. „Dann hat er sich allerdings nicht mehr gemeldet“, sagt Stößl. Das hielt die DJs jedoch nicht davon ab, ihr Album wie geplant Ende April zu veröffentlichen.