Die vorsichtige Annäherung zwischen Mária und Endre, die beide in einem Schlachthof bei Budapest arbeiten, erzählt der Film "Körper und Seele".
Die vorsichtige Annäherung zwischen Mária und Endre, die beide in einem Schlachthof bei Budapest arbeiten, erzählt der Film "Körper und Seele". Im Rahmen der Akzente-Reihe ist er am Donnerstag um 20.15 Uhr im Eichstätter Filmstudio zu sehen.
AlamodeFilm
Eichstätt
Mit ihrer außergewöhnlichen, sensiblen Liebesgeschichte hat die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi Fachwelt und Publikum gleichermaßen überzeugt.

Der Film spielt in einem Schlachthaus in Budapest - einem denkbar ungünstigen Ort für eine zarte Liebesgeschichte. Die Qualitätsprüferin Mária ist neu hier und wird von den Kollegen weitgehend gemieden. Bei einer Untersuchung im Schlachthaus entdecken die introvertierte Mária und ihr Kollege Endre, der vom Leben nichts mehr erwartet, dass sie Nacht für Nacht denselben Traum teilen: Sie sehen sich Seite an Seite als Hirsch und Hirschkuh in einem Wald. Verwirrt über diese intime Verbindung suchen die beiden die Nähe des anderen.

In einer kunstvollen Bildsprache, mit einfühlsamen, genauen Beobachtungen und mit feinsinnig-lakonischem Humor erzählt Regisseurin Enyedi von der allmählich wachsenden Leidenschaft zweier verletzter Seelen in einer ungewöhnlichen Umgebung, von einem Wechsel aus Annäherungen und Zurückweisungen. "Der Film handelt von den Bedingungen des Menschseins und zugleich vom Respekt gegenüber der Kreatur", heißt es in einer Pressemitteilung. Das subtile Spiel mit Kontrasten zwischen der rauen Welt des Schlachthofs und der Poesie der Bilder einer Seelenverwandtschaft verleihe dem Film einen ganz eigenen Reiz. Das Werk sei auch von einem "herrlich skurrilen Humor" gezeichnet.

Die Vorführung im Filmstudio Eichstätt am Donnerstag beginnt um 20.15 Uhr. Der Eintritt kostet neun Euro, ermäßigt acht Euro.

"Akzente" ist ein Kooperationsprojekt von Filmstudio, KulturForum, Medienzentrale des Bistums Eichstätt und engagierten Cineasten.