Eichstätt: Kino mit anderer Perspektive
Im Filmstudio des Alten Stadttheaters präsentieren Studierende der KU bei den Lateinamerikanischen Filmtagen eine Mischung aus Dokumentationen, Dramen und Komödien. Die Filme werden in Originalsprache mit deutschen Untertiteln gezeigt. - Foto: Schulte Strathaus/upd
Eichstätt

Auf dem Programm stehen Filme aus Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru, die in Originalsprache mit deutschen Untertiteln im Filmstudio des Alten Stadttheaters gezeigt werden. Zu sehen sind Spielfilme, Dokumentationen und ein Animationsfilm, der ganz ohne Worte auskommt. "Wir wollen mit unserem Filmfestival das Interesse am Kino aus Lateinamerika steigern, da hierzulande die Streifen aus Europa und den USA dominieren", erklärt Maximilian Koltai aus dem Organisationsteam. "Dabei bieten die Werke von Regisseuren aus Lateinamerika oft neue Perspektiven und Themen - wie etwa Menschenrechte oder das Verhältnis von Mensch und Natur -, die so im gewohnten Kino kaum eine Rolle spielen."

Der Eröffnungsabend der Lateinamerikanischen Filmtage steht am Donnerstag, 18. Januar, im Zeichen von Argentinien. Neben einem Sektempfang können sich die Besucher ab 19 Uhr im Filmstudio des Alten Stadttheater Eichstätt zu live gespielter Tangomusik und argentinischer Poesie auf den ersten Film "Como ganar enemigos" einstellen. Dabei handelt es sich um eine charmante Komödie über Buenos Aires, die Liebe und das Leben mit seinen ironischen Höhen und Tiefen. Im Anschluss findet eine "Fiesta Latina" im Wirtshaus "Zum Gutmann" statt, wo man zu Salsa, Merengue, Cumbia, Reggaeton oder Funk brasileiro tanzen kann.

Hohen Besuch erwarten die Studierenden am Samstag, 20. Januar, wenn das Land Peru im Mittelpunkt stehen wird: Als Ehrengast wird der stellvertretende Generalkonsul von Peru in München, Eliot Gaviria Valverde, an der Vorführung des Films "Cerviche" rund um das peruanische Nationalgericht um 16 Uhr teilnehmen. Passend zum Thema des Films wird der Generalkonsul eine kleine kulinarische Überraschung mitbringen. Am Abend besucht dann Kerstin Kastenholz, die am Film "Titiqaqa" mitgewirkt hat, die Vorführung dieser Dokumentation ab 20.30 Uhr. Sie wird nicht nur Einblicke in die Produktion des Filmes geben, sondern auch einen erweiterten Blick auf die umstrittene Thematik eröffnen - der Titicacasee in den Anden als Tourismusmagnet und Schauplatz von Menschenhandel und Naturzerstörung.

Das komplette Programm der Lateinamerikanischen Filmtage findet sich auch im Internet unter www.kino-eichstaett.de. Eintrittskarten kosten für Kinder bis 12 Jahre 6 Euro (für Vorstellungen nach 17 Uhr: 7 Euro), für Kinder und Jugendliche von 12 bis 25 Jahre 6,50 Euro (ab 17 Uhr 8 Euro) und für Erwachsene ab 25 Jahre 7 Euro (ab 17 Uhr 9 Euro).