Das: Im Wettbewerb für den Jugendpreis
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Eichstätt








 

  • Dompfadfinder Eichstätt, "Jupfi-Kochbuch - wie man einen Jupfi am besten kocht": Anlass des Projekts "Jupfi-Kochbuch" war die geplante Fahrt ins Sommerlager nach Schweden. Die Grüpplinge sollten lernen, Feuer zu machen, Essbares in der Natur zu finden und selbst schmackhaftes Essen zuzubereiten. So machten die Jugendlichen unter professioneller Führung eine Kräuterwanderung in Eichstätt und verarbeiteten das Gefundene anschließend zu Salat und Holunderküchle. Bei gemeinsamen Treffen wurde am Lagerfeuer gekocht und gegrillt. Jedes der ausprobierten Rezepte wurde komplett in Eigenregie der Grüpplinge genau dokumentiert, sodass am Ende ein ansprechend gestaltetes und sehr unterhaltsames Kochbuch entstanden ist, das zum Nachmachen einlädt und auch wertvolle Tipps zum Feuermachen und Informationen zu einheimischen Kräutern enthält.
 
  • Haus der Jugend Eichstätt, das Haus der Jugend als niedrigschwelliger Integrations- und Begegnungsort: Mit dem Einsetzen der massiven Flüchtlingswelle hat sich die Klientel des Jugendzentrums verändert. Täglich kommen mehr als 50 Besucher, meist junge Geflüchtete. Inzwischen stellt das Haus der Jugend Eichstätt in der Freizeitgestaltung dieser Jugendlichen eine wichtige Option da. Die Befürchtungen, dass der massive Zuspruch von Flüchtlingen deutsche Jugendliche eventuell verdrängen könnte, haben sich nicht bestätigt. Im Gegenteil, es kommen auch wieder mehr deutschen Jugendliche. Gemeinsam wird Tischtennis oder Basketball gespielt. Durch gezielte Betreuung und das modellhafte Vorleben von Integration an diesem Begegnungsort wird ein Rahmen an Werten, Umgangs- und Kommunikationsformen geboten, der Empathie fördert und Vorurteile und Missverständnisse abbaut.
 
  • Jugendarbeit Obereichstätt, Jugendprojekt Sanierung Alte Kapelle: Als bei einem Jugendgebet der Glockenstrang in der Obereichstätter Lambertikapelle gerissen war, halfen die Jugendlichen, den Seilzug wieder zu befestigen. Dabei wurde die schwierige Begehbarkeit des Fehlbodens deutlich. Und weil die Jugendlichen fasziniert vom Dachbereich der Kapelle waren, entstand rasch die Idee, diesen Teil des historischen Gemäuers zu sanieren. Mit großem Einsatz schafften die Jugendlichen Eimer für Eimer Bauschutt, Taubendung und Fledermauskot über Balken, Leiter und eine alte Eichentreppe ins Freie. Insgesamt wurden zwei Kubikmeter aus der Kapelle getragen und entsorgt. Den Aufbau eines Holzbodens im Anschluss stemmten die Jugendlichen mit großem Eifer und auch das abschließende Putzen der gesamten Kapelle ließen sie sich nicht nehmen. Insgesamt wurden 90 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.
 
  • Jugendfeuerwehr Landkreis Eichstätt, "Integration und Wettbewerb": Die Jugendfeuerwehr ist ein Vorreiter beim Thema Integration von minderjährigen Flüchtlingen. Sie hat als erste Jugendorganisation im Landkreis das "Leitbild für Integration des Landkreises Eichstätt" einstimmig beschlossen. Parallel dazu entwarf sie das Projekt "Integration und Wettbewerb". Erste Kontakte sind bereits angelaufen. Bei zahlreichen Aktionen in den Themenfeldern Brandschutz oder Kennenlernrunden stellt sich die Feuerwehr bei den jungen Geflüchteten vor. In der Jugendfeuerwehr gibt es zahlreiche Wettbewerbe und Leistungsprüfungen, bei denen die Einsteiger problemlos dabei sein können. Zusammenarbeit und Integration werden hier intensiv gefördert. Die Jugendfeuerwehr bietet allen Ortsgruppen Begleitung und Beratung zur Integration an. Eine Arbeitsgruppe wird sich zukünftig ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen und als Ansprechpartner für die Ortsverbände zur Verfügung stehen.

 

  • Joke e. V., "Refugium": Im letzten Jahr stand das jährlich stattfindende Kultur-Open-Air unter dem Motto "Refugees Welcome". Dieses "InterKulturOpenair" war der Höhepunkt einer Veranstaltungsreihe mit Workshops von und mit Flüchtlingen aus dem Landkreis Eichstätt. Die Teilnahme von vielen Geflüchteten an den zahlreichen Angeboten wurde durch Fahrgemeinschaften, Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Zelten und Couchsurfing ermöglicht. Das Programm setzte sich aus interkultureller Musik und Gesang auf zwei Bühnen, Straßentheater und Aktionskunst, Ausstellungen und Informationsständen zusammen. Außerdem liefen Workshops unter anderem zu den Themen Keramik und Garten, Literaturcafé und Schreibwerkstatt. Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche Essensstände mit Köstlichkeiten aus aller Welt.
 
  • Kolpingjugend Diözesanverband Eichstätt, "Impulse": Das "Spiri-Team" der Kolpingjugend erarbeitet seit 2013 ein Impulsheft zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen. 2015 wurde ein Heft gestaltet, das für die Jugendarbeit insgesamt genutzt werden kann: "Jetzt bist du dran. Impulse zum Mitmachen". Die Jugendlichen stellen Impulse vor, die beschrieben und thematisch erläutert werden. Neben einer zeitlichen Angabe und einer Materialliste wird angegeben, zu welchen Themen sich der Impuls eignet. Das neue Impulsheft ist in Arbeit und widmet sich der "Toleranz".
 
  • Kolpingjugend Diözesanverband Eichstätt, "KOMA - KOlpingMAgazin": Auf der letzten Diözesankonferenz der Kolpingjugend beschäftigte sich der Studienteil im Rahmen des Kolpingjugend-Schwerpunktthemas "Toleranz" mit den Ursachen und Hintergründen des Syrienkonflikts und den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Neben einem Referat über die Situation und die Geschichte Syriens folgte eine Diskussionsrunde mit dem aus Syrien geflohenen Ahmad Abuzarad, der bei Kolping den Integrationssprachkurs besucht und danach hofft, als Arzt in Deutschland arbeiten zu können. Die Jugendlichen waren tief beeindruckt und entschlossen sich, das Thema Flucht in der KOMA, dem Kolpingmagazin der Kolpingjugend, weiter zu behandeln.

 

  • Köschinger Jugendfotografen, "Fotokalender - Jugendliche in Kösching": Im Rahmen des Projekts eigneten sich die Jungfotografen in Workshops das nötige Wissen rund um Fotografie an. Unterstützt wurden sie dabei vom Eichstätter Fotoclub, der ihnen auch bei den Fototerminen mit Rat und Tat zur Seite stand. So gestalteten die Jugendlichen einen Kalender, der eindrucksvoll die lebendige Jugendkultur darstellt. Vor allem bei öffentlichen Veranstaltungen wurden die Fotos für den Kalender gemacht. Aber auch Veranstaltungen wie das Training der Volleyballjugend oder der Besuch in der Tagespflege der Caritas wurden von den Jugendlichen abgelichtet. Die einzelnen Fotos und die Kalenderseiten wurden eigenständig von den Jugendlichen gestaltet. Dem Ziel ihres Projekts, bessere Integration Jugendlicher in die Gesellschaft und Ausräumen von Vorurteilen gegenüber Jugendlichen, sind die Köschinger Jungfotografen durch das Projekt sicher wieder ein Stück näher gekommen.

 

  • KSJ-Diözesanverband Eichstätt, Abschlussveranstaltung 2015 im Dasda: Seit 2008 wird für die Realschulen im Landkreis Eichstätt ein Abschluss-Open Air am Gelände der Diskothek Dasda in Eichstätt veranstaltet. Anlass der Abschlussveranstaltungen waren Vorfälle, bei welchen vor allem übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel war. Um dem entgegenzuwirken, aber vor allem auch, um trotzdem einen "krönenden Abschluss" der Schullaufbahn bieten zu können, wird das Open Air jährlich für die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen veranstaltet. Zahlreiche Aktivitäten wie Spiele, Tombolas und eine feuchtfröhliche Wasserschlacht und ein DJ sorgen für gute Stimmung.
 
  • KSJ Diözesanverband Eichstätt, "Café Bene": Nach einer langen Planungsphase wurde im September 2015 das Café Bene eröffnet. Mit viel Motivation, Engagement und Herzblut hatten die Ehrenamtlichen der KSJ monatelang auf diesen Tag hingearbeitet. Gemeinsam mit dem Jugendreferenten haben die SchülerInnen und StudentInnen das Konzept entwickelt und waren bei der gesamten Gestaltung des Cafés beteiligt. Aus etwa 100 Europaletten entstanden Sitzgelegenheiten, Tische und eine Theke, die Bezüge für Polster und Kissen wurden aus Stoffresten selbst genäht und ein Kräutergarten angelegt. Seit der Eröffnung bieten die engagierten Ehrenamtlichen werktags tägliche Öffnungszeiten an. So ist ein Café entstanden, das Jugendlichen ab 14 Jahren einen Raum bietet, in welchem sie sich in Freistunden und nach der Schule austauschen und sich auf den Schulunterricht vorbereiten können. \t