Gewinnen will er aber nicht nur alleine um des Titels willen. Wie vor Kurzem bekannt wurde, wird 2018 im Kader der Masterpiloten von Red Bull ein Platz frei. Peter PodlunÅ¡ek hört auf. Für Bergér wäre das also die Chance, um endlich in die Oberliga des Flugsports aufzusteigen. "Das wäre mein absoluter Traum", sagt Bergér. "Da ist der Siegeswille gleich nochmal größer." Denn Gelegenheiten wie diese sind rar, erst wenn einer der Master aufhört, kann einer der Challenger nachrücken. Wer es allerdings bis in die Meisterklasse geschafft hat, will da erfahrungsgemäß nicht mehr so schnell weg.

Gute Karten hätte Flo Bergér auf jeden Fall. Er hat die Vorjahressaison gewonnen und führt vor dem Finale das Gesamtklassement an, kein anderer Challenger konnte 2017 so viele Goldpokale mit nach Hause nehmen, kein anderer hat so viele Punkte gemacht. Nur einer, der Schwede Daniel Ryfa, ist ihm dicht auf den Fersen. Und auch der ist heiß auf den Platz im Masterkader. Für ihn spräche seine Erfahrung. Denn Ryfa fliegt bereits seit 2014 - eine Saison länger als Bergér - bei Red Bull und konnte in dieser Zeit ebenfalls unzählige Siege einfahren. "Aber ob überhaupt einer von uns beiden aufsteigt - mal sehen", sagt Bergér. Immerhin gibt es im Kader der Challenger auch noch andere Piloten, die auf den Masterplatz schielen. Ben Murphy oder Luke Czepiela etwa. Sowohl der Engländer als auch der Pole sind lange genug dabei, um den Absprung schaffen zu können. Es wird also noch einmal richtig spannend. Mit viel Glück kann Flo Bergér am Sonntag doppelt feiern: einen Sieg und einen Aufstieg. ‹ŒFoto: Daniel Grund