Sie thematisiert darin die authentische Geschichte zweier junger drogenabhängiger Freundinnen und stand nach dem Film noch für ein Publikumsgespräch bereit.

Trotz der Aktualität des Themas, so Drehbuchautorin Hengge, habe es seit dem 1981 gedrehten Filmdrama "Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" keine durchschlagenden Filme gegeben, die sich mit dem unverändert brisanten Thema auseinandergesetzt hätten. "Es ist erschreckend, dass wir nach 40 Jahren Drogenabhängige immer noch stigmatisieren, kriminalisieren und sie radikal verurteilen, "Mit meinem Film möchte ich dem oftmals aggressiven Umgang mit dem Thema entgegentreten und zeigen, wie schwer es für Drogenabhängige wirklich ist, gegen ihre Krankheit zu kämpfen." Obwohl Illiy am Ende chancenlos bleibt, Sin zumindest den Absprung in eine Frankfurter Therapieeinrichtung schafft, endet der Film nicht ohne Perspektive: Verhaltener Optimismus ist die Botschaft von "Sin & Illy" - man kann es schaffen, wenn man nur will! Es war Regisseurin Hengge wichtig, diesen Hoffnungsschimmer zu zeigen: "Wir müssen Drogenabhängigen mit Respekt begegnen, sie nicht tabuisieren, sondern ihnen Räume geben, in denen sie menschenwürdig leben und - falls sie es selbst wollen - ihre Drogensucht besiegen", so die Regisseurin eindrücklich am Ende des Films. "Sin & Illy" war keine leichte Kost für einen Freitagabend. Doch für das erste Eichstätter Filmfestival stellte dieser tief gehende Film einen gebührenden und hochkarätigen Abschluss dar.