Eichstätt: Deutlich zu warm und viel zu nass
Die Schneefangzäune auf den Jurahöhen stehen bereit, nur der Schnee fehlt nach wie vor. Im Hintergrund Sappenfeld. - Foto: chl
Eichstätt
Die agrarmeteorologische Messstation am Häringhof oberhalb Eichstätts hat ein Monatsmittel von 2,3 Grad Celsius festgestellt, das ist mit 2,6 Grad im Vergleich zum vieljährigen Mittel von minus 0,3 Grad deutlich zu warm. Am 5. Dezember stieg das Thermometer sogar auf sehr milde 9,8 Grad plus. Der kälteste Tag des Dezembers war der 20. Dezember mit minus 4,7 Grad. Die Wetterstatistiker lassen deshalb auch nur einen einzigen Tag als echten „Eistag“ mit einem Tagesmaximum von kleiner oder gleich null Grad gelten. Dazu kommen 13 Frosttage, an denen das Tagesminimum unter oder gleich null war.

Dabei gab es im Dezember mit 80,4 Millimeter ein enormes Niederschlagsplus von 27,8 Prozent im Vergleich zum vieljährigen Mittel (62,9 Millimeter) – allerdings eben nicht als „Winterwunderland“ in Form von dichten Schneeflocken, sondern als profaner und trister Niesel-, Sprüh- und Dauerregen. Sage und schreibe 19 Regentage hatten die Eichstätter in Stadt und Land heuer im Dezember auszuhalten.

Durch die Wolken- und Nebelsuppe des Altmühltals schaffte es auch kaum ein Sonnenstrahl, selbst am oberhalb des Tals gelegenen Häringhof zählten die Wetterexperten im Dezember nur 34 Sonnenstunden, das sind 4,8 Stunden oder 12,4 Prozent weniger als das vieljährige Mittel, das der Deutsche Wetterdienst für Eichstätt errechnet.

Derzeit tüfteln die Meteorologen noch an der Gesamtwetterbilanz (Bericht folgt). Die Vorhersage für 2012 verspricht zumindest für die nächsten Tage aber kein Winterwetter: Es bleibt sehr mild, windig und wechselhaft, wobei Eichstätt auch mit aus Franken kommenden starken Windböen zu rechnen hat.