Einer öden Schlammwüste gleicht derzeit der Grund des Dollnsteiner Weihers.
Einer öden Schlammwüste gleicht derzeit der Grund des Dollnsteiner Weihers. Wie es nun weitergehen wird, soll zunächst in einem Gespräch mit den Fachbehörden abgeklärt werden.
Mayer
Dollnstein

Wie mehrfach berichtet, war es Anfang Juli zu einem Sauerstoffmangel im Rieder Weiher gekommen, in dessen Folge die Fische aus dem Gewässer geholt werden mussten. Das Einspritzen frischen Wassers hatte zunächst nicht den erhofften Erfolg gebracht, sodass der Weiher am Ende komplett ausgelassen werden musste. Hier hatten sich vor allem der Anglerverein und zahlreiche Freiwillige engagiert, am ersten Tag war auch das Technische Hilfswerk im Einsatz.

Roßkopf stellte in der Gemeinderatssitzung nun die Frage nach dem Fortgang der Dinge. Zunächst soll es Gespräche zwischen den verschiedenen Fachbehörden, dem Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt sowie dem Landratsamt Eichstätt geben. So soll geklärt werden, inwieweit ein Ausbaggern der vorhandenen Schlammablagerungen erfolgen muss. Roßkopf weiter: „Die Frage stellt sich, was passiert mit dem anfallenden Material? Kann es auf Felder ausgebracht werden, also landwirtschaftlich verwertet werden, oder muss es im schlimmsten Fall als belastetes Material einer Deponie oder der Verbrennung zugeführt werden?“

Die Antworten darauf beeinflussen dann letztlich auch die Kostenfrage. Darüber gibt es aber aktuell noch keine verlässlichen Zahlen. Des Weiteren soll nun zudem mit Schürfungen versucht werden, inwieweit eine Abdichtung des Weihers erfolgen muss.

Nachdem ein regelmäßiger Zufluss durch Quell- oder Frischwasser nicht gegeben ist, soll weiterhin geprüft werden, ob Quellen vorhanden sind. Die könnten dann möglicherweise kontrolliert geöffnet werden, um einen erneuten Fischbesatz zu gewähren. Der Bürgermeister plädierte für ein überlegtes Vorgehen, das auch mit den Verantwortlichen des Anglervereins abgestimmt werden soll.