Dollnstein: Eine "einzigartige Landschaft"
Foto: Franz Bauer
Dollnstein

Sieger waren bei den Kurzstrecken Simon Luff und Farina Popp (Laufen) sowie Marcel Klaue und Juliane Berger (Wandern), auf der Langstrecke Sebastian Radecker und Andrea Lutz (Laufen) sowie Kevin Berns und Katharina Arndt.

Die Routen führten durch das malerische Altmühltal mit den beeindruckenden Felsformationen, Wachholder- und Trockenhängen und den bewaldeten Höhen. Auf der Strecke gab es regionale Genussstationen, und am Burgsteinfelsen wurden die Sportler von einer Trommelgruppe motiviert.

Die Langstrecke führte von Dollnstein nach Hagenacker, Eberswang, Schernfeld, Obereichstätt, Breitenfurt und zurück zum Startpunkt in Dollnstein.

11 Uhr: Los gehts! Gut gelaunt starteten die Ersten. Wanderer und Walker machten sich auf die lange Strecke. Für sie stand der Wandergenuss im Vordergrund, die Zeit wurde nicht gemessen. Um 13 Uhr folgte dann die größte Gruppe. Bürgermeister Wolfgang Roßkopf gab mit der "Rathausglocke" das Startzeichen für etwa 350 Läufer, Trailrunner und Hobbyläufer. 27 Kilometer und 780 Höhenmeter hatten sie zu bewältigen, auch für die in Ausdauer Erfahrenen eine sportliche Herausforderung und ein Traum für jeden Trailliebhaber. Um 14 Uhr folgte der letzte Start. Die Läufer auf der Kurzstrecke hatten auf neun Kilometern 220 Höhenmeter zu überwinden. Die Zeit wurde gemessen. Beim Zieleinlauf wurden die Läufer von den Dollfahna-Gardedamen und den Zaungästen stürmisch begrüßt.

Der Altmühltrail hat sich zum Ziel gesetzt, das Altmühltal als Erlebnisregion zu präsentieren. Er ist eine gelungene Kombination von Trailrunning und Wandern sowie kulinarischen und landschaftlichen Höhepunkten.

Premiere hatte der Altmühltrail im Jahr 2014. Damals lernten die Teilnehmer die Gegend zwischen Weißenburg und Treuchtlingen kennen. Im vergangenen Jahr erlebten die Läufer und Wanderer den nordwestlichen Teil Altmühlfrankens zwischen Heidenheim und Gunzenhausen.

Das Limit von 500 Teilnehmern für den Trail in Dollnstein war bereits Ende August erreicht. Knapp 200 Läufer und Wanderer ließen sich auf die Warteliste setzen. Nur wenige von ihnen konnten sich noch einen Startplatz ergattern. Mancher, der leer ausging, kam trotzdem nach Dollnstein und hatte als Zuschauer auch eine Menge Spaß. In der großen Anzahl der Interessenten sehen die Veranstalter den besonderen Reiz des Altmühltrails auf Grund der "Streckenführung in einer bezaubernden Landschaft". Für die Gesamtorganisation war die Weißenburger Sportagentur Baboons zuständig. Die Organisation an Ort und Stelle hatte die DJK Dollnstein übernommen, eine Mammutaufgabe für den Organisator Ludwig Bittl und Vorsitzenden Willi Wenzl sowie den gesamten Verein. Seit einem Jahr liefen die Vorbereitungen. Am Veranstaltungstag selbst waren 80 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Über 50 Kuchen wurden gespendet. Die Strecke sicherten die Bergwacht Dollnstein und die Feuerwehren aus Dollnstein und den umliegenden Ortschaften. Den gesamten Tag über moderierte Klaus Benz aus Neuburg.

Damit die Läufer gut aus den Startlöchern kamen, gab es mit Sandra Sigl, der Gymnastikübungsleiterin der DJK Dollnstein, ein Aufwärmtraining. "Es ist einfach super, wie uns das Helferteam unterstützt hat", resümierte Organisationschef Bittl.

In der Tat, der Ablauf der Großveranstaltung bewies, dass das Team der DJK eine organisatorische Glanzleistung vollbracht hat, ein reibungsloser Ablauf gelang, und eine Superstimmung herrschte, auch nach den Läufen. Rund um die Siegerehrung waren immer wieder Komplimente zu hören, "einzigartige Landschaft", "tolle Trails", "schönes Rahmenprogramm" und "perfekte Organisation".

Ausgerichtet wird der Altmühltrail von der Outdoor and Offroad Association International (OAI). Promoter ist die Weißenburger Sportagentur Baboons. Ludwig Bittl von der DJK Dollnstein, der Streckenchef des Altmühltrails 2016, sieht in den Naturläufen wie dem Altmühltrail einen Trend im Freizeitsport.