Dollnstein: Besonderes Flair am Ufer der Altmühl
"Markenzeichen" des Burgfestes sind die Musikgruppen, hier die Volksmusikgruppe des Heimat- und Trachtenvereins Konstein-Wellheim (Vordergrund) und die Dollnsteiner Markfrauen in ihren mittelalterlichen Trachten (Hintergrund). - Foto: be
Dollnstein
Dazu trugen traditionsgemäß die Dollnsteiner Marktfrauen bei, die in ihren mittelalterlichen Trachten für ein vielfältiges kulinarisches Angebot sorgten. Ein besonderes Markenzeichen des Burgfestes ist aber immer auch das musikalische Angebot, bei dem einheimische Gruppen in farbenfroher Tracht live echte Volksmusik darbieten. Auch in diesem Jahr musizierten mit der bei ihnen bekannten Leidenschaft wieder die Volksmusikgruppe des Heimat- und Trachtenvereins Konstein-Wellheim und die Diatonischen Druckknöpfe.

Während der Mittagsstunden unterhielt der gebürtige Dollnsteiner und schon zum Original avancierte Konrad Böswald mit seiner Drehorgel. Besonders freut es die Organisatoren, dass auch das kulturelle Angebot hervorragend angenommen wurde: Hunderte von Personen besichtigten die bereits fertig gestellten Räume in der Burg, und nicht nur Auswärtige, sondern auch Einheimische, die sie nach vielen Jahren wieder besuchten, waren überrascht und beeindruckt von dem zu einem freundlichen und lauschigen Fleck gewandelten Burghof mit dem restaurierten Fachwerkgebäude der Burgstallungen, aber auch von den großzügigen Räumen in ihrem Inneren. Mitglieder der Burgfreunde informierten in Kurzführungen sachkundig über die bei den archäologischen Grabungen "neu entdeckte" Geschichte und Bedeutung der Burg, über die denkmalpflegerischen Grundsätze, die bei der Restaurierung konsequent angewandt wurden und vor allem über die Thematik des "Altmühlzentrums Burg Dollnstein", das darin zur Zeit eingerichtet wird.

Auf große Resonanz stieß die von "Burgfreund" Gerald Neuber konzipierte Ausstellung "Alte Bausubstanz in Dollnstein". Sie zeigt, dass trotz aller oft beklagten Abrisse von Jurahäusern und vieler Bausünden in Dollnstein immer noch eine respektable Anzahl von wertvollen alten Häusern vorhanden ist, die teils renoviert wurden und wohnlich genutzt werden, teils aber auch nur unbeachtet dahinschlummern oder – darunter gerade die wertvollsten – gar dem allmählichen Verfall preisgegeben sind. Diese Ausstellung ist in der Burg während der Öffnungszeiten des Tourismusbüros (montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr und von 15.30 bis 17.30 Uhr) voraussichtlich noch bis zum Ende der Sommerferien zu besichtigen.