Denkendorf: Notbremse bei der Ortskernplanung
Die Situation am Wertstoffhof halten viele Bürger für untragbar. Der Denkendorfer Gemeinderat will die Situation jetzt prüfen. - Foto: Kister
Denkendorf

Der Grund ist ein möglicher Konflikt mit der geplanten Ortsentwicklung im Rahmen des ISEK-Programms. Laut dem zuständigen Städteplaner Hans-Peter Dürsch könnte Denkendorf sich mit einer derartigen Überplanung in der Entwicklung des Ortes unnötig einschränken.

Ein ISEK-Workshop ist für Freitag, 27. Oktober, angesetzt. Die vom Gemeinderat einstimmig angenommene Verschiebung dürfte auch Rätin Regina von Wernitz-Keibel (CSU) entgegenkommen, die verhindert war. Sie und weitere Räte, wie Heinrich Forscht (SPD), waren schon zuvor laute Kritiker an der angedachten Überplanung. Sie sehen darin eine Einschränkung der bestehenden Gewerbebetriebe.

Der zweite Teil der Änderung des Bebauungsplans 21, die Aufteilung in die einzelnen Ortsteile abgesehen von Denkendorf selbst, wurde hingegen beschlossen. Lediglich der Zweite Bürgermeister Alfons Weber kritisierte die Einschränkung in Hinsicht auf die Größe der möglichen Bebauung. Er wies wiederholt auf die Notwendigkeit einer stärkeren Verdichtung hin. Thomas Sendtner von den Christlichen Wählern hingegen betonte, dass durch den neuen Bebauungsplan lediglich bereits bestehende Vorschriften des Baugesetzbuches nochmals verankert würden. Dementsprechend müssen sich Neubauten in die vorhandene Umgebung einfügen und dürfen die umliegenden Gebäude nicht signifikant überragen.

Das neue Gewerbegebiet, das östlich des vorhandenen entstehen soll, ist anscheinend auf einem guten Weg. Das Problem hinsichtlich einer Überquerung des Limes würde umgangen, indem der Bebauungsplan "Am Limes" aufgeteilt wurde. So sollten sowohl der Denkmalschutz als auch die Bedürfnisse der Gemeinde befriedigt sein. Da nun auch eine Planung für den südlichen Teil II vorliegt, soll dieser Teil in die nächste Phase gehen, in der die Öffentlichkeit und die Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange beteiligt werden.

Einige Gemeinderäte wurden in der Vergangenheit mehrfach von Bürgern angesprochen, dass die Situation am Wertstoffhof unbefriedigend sei. Bei trockenem Wetter gibt es eine starke Staubentwicklung, hat es geregnet, verschlammt das Gelände. Ein erstes Angebot, den gesamten Bereich zu asphaltieren, beläuft sich auf etwa 135 000 Euro; das kam dem Gemeinderat zu viel vor, zumal dem Gremium die geschätzte Gesamtfläche zu hoch erschien. Ein weiterer Punkt in der Diskussion war die Erweiterbarkeit des Wertstoffhofes und eine mögliche Verlagerung des Denkendorfer Bauhofes. Schließlich entschied der Gemeinderat, die Gegebenheiten erneut zu prüfen.

Die alte Feuerwehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Denkendorf soll einer neuen Bestimmung zugeführt werden. Die Gemeinde wird beim Technikmuseum Kratzmühle anfragen, ob hier Interesse an einer Dauerleihgabe besteht.

Der Antrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage und Nebengebäuden in der Denkendorfer Thankostraße erhielt das Einvernehmen.