Denkendorf: Das Provisorium kommt gut an
Kaum zu bändigen sind die Kleinen der Kinderkrippe "Dörndorf", die derzeit in Räumen des Denkendorfer Meierhofhauses untergebracht ist. Mit auf dem Bild (von links) Martha Nagler, Bürgermeisterin Claudia Forster, Michael Lorenz mit dem kleinen Leonhard, Anita Burger und Sabrina Stein. - Foto: Wermuth
Denkendorf

Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres stand die Gemeinde vor einem Problem, denn 13 bis März 2017 angemeldete junge Erdenbürger aus der Großgemeinde standen in Sachen Kindergarten- oder Krippenplatz auf einer Warteliste. Bürgermeisterin Claudia Forster und der Gemeinderat waren also gefordert.

Nachdem mehrere Vorschläge diskutiert worden waren, kristallisierte sich schnell heraus, dass man im gemeindeeigenen Meierhofhaus in der Mitte Denkendorfs eine Gruppe für eine Krippe unterbringen will. Natürlich nicht zur Freude der bisherigen Nutzer dieser Räume, die aber während der Nutzung als Krippe anderweitig untergekommen sind. Im Mai dieses Jahres stimmte der Gemeinderat mehrheitlich dem Plan zu, mit der Krippe ins Meierhofhaus zu gehen. Bei einer Begehung mit dem Jugendamt Eichstätt erhielt die Kommune im Juni 2017 unter gewissen Auflagen grünes Licht für die geplante Maßnahme. Die Gemeinde machte sich umgehend ans Werk, und das erste Kind zog exakt am 18. September in die umgebauten Gruppenräume ein, die den Anforderungen in jeder Hinsicht gerecht werden. Die Gruppe läuft schon unter dem Namen Dörndorf - mit dem Bau des Kindergartens in diesem Ortsteil hat die Gemeinde derzeit begonnen, der Bau kann, so hofft man, im September 2018 bezogen werden. Dann soll natürlich schnell der Umzug erfolgen. In Sachen Umbau (auch im sanitären Bereich) hat die Gemeinde Denkendorf bis jetzt insgesamt rund 20 000 Euro investieren müssen. Für die wohnliche Ausgestaltung, die wie einige sanitäre Anlagen natürlich später in Dörndorf übernommen werden, wurden bis jetzt rund 2000 Euro fällig.

Derzeit werden sechs Kinder eingewöhnt beziehungsweise betreut, die sich ausgesprochen wohlfühlen. Bürgermeisterin Claudia Forster hat Michael Lorenz, der seit fünf Jahren in Denkendorf wohnt und dessen siebenmonatiger Sohn Leonhard seit drei Wochen in der Krippe ist, zu einem Gespräch geladen, um zu erkunden, wie denn von Elternseite das Ganze aufgenommen wird. Zuerst zeigte sich Michael Lorenz erfreut, dass sein Sohn den Krippenplatz überhaupt bekommen hat, denn das war vorher noch nicht sicher. "Ich habe durchweg positive Eindrücke", zeigte sich der Ingenieur sehr zufrieden. "Natürlich habe ich keine großen Vergleichsmöglichkeiten, denn das ist unser erstes Kind."

Dass der Ablauf vorzüglich läuft, ist auch das Verdienst von Erzieherin Sabrina Stein und Kinderpflegerin Anita Burger sowie Martha Nagler, die als dritte Kraft mit von der Partie ist. Sie werden später auch mit nach Dörndorf gehen.

Sinnvoll findet Michael Lorenz, dass die Aufnahme der Kinder gestaffelt erfolgt und so die Kleinen nicht überfordert werden. "Mir ist eigentlich nichts Negatives aufgefallen", lobt der Vater die als Übergangslösung gedachte Einrichtung. Besonders freut ihn, dass das Personal sogar auf die vorhandenen Allergien von Leonhard eingeht. "Das finde ich prima."