Leicht hat sich der Gemeinderat diese Entscheidung nicht gemacht. Aber die Defizite sprechen eine deutliche Sprache. Im Kalkulationszeitraum von 2008 bis 2011 ist ein Minus von 319 000 Euro aufgelaufen; von 2012 bis 2015 waren es gar 405 000 Euro. Da solche Einrichtungen wie Abwasserentsorgung kostendeckend arbeiten müssen, hat die überörtliche Rechnungsprüfung angemahnt, diese Defizite in die anstehende Neuberechnung einfließen zu lassen. Das hat der Gemeinderat nun getan. Am 28. Januar wird das Gremium die Satzung entsprechend ändern. Die neuen Gebühren gelten rückwirkend ab 1. Januar.

Die Gemeinde Denkendorf wird Eva und Heinrich Kammermeier eine Waldfläche zur Verfügung stellen. Kammermeiers benötigen dieses Areal als Ausgleichsfläche, um ihre Windkraftanlage bei Riedelshof erneuern zu können. "Repowering" heißt das in der Fachsprache, wenn alte Kraftwerksteile ersetzt werden. Dazu benötigen die Betreiber Ausgleichsflächen, die sie momentan nicht vorweisen können. Eva und Heinrich Kammermeier haben daher bereits vor geraumer Zeit beantragt, dass die Gemeinde ihnen dafür ein geeignetes Grundstück überlässt, das sie dann als Ausgleichsfläche in die Schutzzone des Naturparks einbringen können. Als Vorbild gilt das Vorgehen der Gemeinde beim Dinopark. Auch hier hat die Kommune entsprechende Areale zur Nutzung überlassen.

Die Antragsteller hatten gebeten, als ortsansässige Bürger dieselben Konditionen zu bekommen wie der Betreiber des Dinoparks. Das Gremium diskutierte diese Frage intensiv und wog ab - zugunsten von Eva und Heinrich Kammermeier. Die Kommune stellt ihnen gegen Pacht oder Entgelt Grundstücke mit einer Gesamtfläche von etwa einem Hektar für die Dauer von fünf Jahren zur Verfügung. Die Flächen sind mit der Naturschutzbehörde abzustimmen und im Gemeinderat nochmals darzustellen.

Innerhalb dieser fünf Jahre könnten Kammermeiers auf eigenem Grund Aufforstung betreiben und diese dann als Ausgleichsfläche einbringen, erklärte Bürgermeisterin Claudia Forster unserer Zeitung.

Der Solarpark an der Autobahn bei Denkendorf wird erweitert. Der Gemeinderat beschloss die 24. Änderung des Flächennutzungsplans. Der Bebauungsplan "SO Solarpark II Denkendorf" schließt sich südlich der bestehenden Sondernutzungsfläche für Photovoltaikanlagen an und umfasst rund zehn Hektar. Etwa 7,6 Hektar werden bebaut. Auf diesem Areal liegt auch ein Grenzstein des früheren Fürstbistums Eichstätt. Dieser Stein soll nicht versetzt, sondern an der bestehenden Stelle erhalten werden. Darauf hat die Planung zu achten.

Der Bebauungsplan "Vogelfeld" in Gelbelsee wird aufgrund der unterschiedlichen Topografie in drei Teile gegliedert. Das Büro Goldbrunner stellte den Gemeinderäten die Änderungen vor. Am 28. Januar wird sich das Gremium nochmals damit befassen, weil weitere Anregungen in den Plan eingearbeitet werden. Die Tagespflegeeinrichtung "Die Kleinen Strolche" in Denkendorf bekommt von der Gemeinde ein Telefon ins Meierhofhaus installiert. Die Gemeinde übernimmt die GEZ-Gebühren und stellt neues Geschirr, weitere Bücher, Spielzeug und Montessori-Bausätze leihweise zur Verfügung. Ebenso gibt es aus Gemeindebestand einen Computer und einen Drucker. Für die Malerarbeiten im Inneren besorgt die Kommune die Farben. Derzeit sind zwölf Kinder bei den "Kleinen Strolchen" untergebracht, davon zehn aus der Gemeinde Denkendorf.

Zum Bebauungsplan "Altenberg-Ost" fasste der Gemeinderat den Satzungsbeschluss. Damit kann "Altenberg-Ost" realisiert werden.

Im nichtöffentlichen Teil gab das Gremium der Telekom den Zuschlag für den technischen Breitbandausbau. Auch entschied das Gremium eine Messanlage für die Kläranlage Denkendorf für zwei Wochen anzumieten, was rund 12 000 Euro kostet. Das Wasserrecht für die Denkendorfer Anlage endet 2018. Es bestehen Überlegungen, die Kläranlagen der Gemeinde - es gibt noch die Kläranlage in Zandt und die Teichkläranlage in Gelbelsee - zu einer technischen Einheit zusammenzuführen. Doch liegen keinerlei Daten, die zur Erstellung der Machbarkeitsstudie nötig sind, vor. Diese Daten soll die Messanlage liefern.