Am Bottich des Papierschöpfers entstanden im Handwerker-Stadl hauchdünne Kostbarkeiten. - Fotos: eha
In das Ambiente des Stadels – wunderbar dekoriert mit Ähren und alten landwirtschaftlichen Geräten – fügten sich die Stände der Handwerker hervorragend ein. Schuhmacher und Sattler, Dengler oder Besenbinder: viele der Handwerker kamen dabei direkt aus Buxheim.

Rechen- und Korbmacher waren hier die beiden Tage über fleißig am Arbeiten und gaben bereitwillig Auskunft über ihr Handwerk. Filigrane Spitzen entstanden vor den Augen der Zuschauer am Stand der Klöpplerinnen aus Buxheim und Tauberfeld, die dies sowohl auf dem Flachkissen als auch auf der Rolle beherrschen.

Duftende Kräuter lockten hingegen am Kräuterstand, und dazu vieles, was sich aus Kräutern und Gewächsen der Natur machen lässt: Im Angebot waren etwa ein Maitrank, Maronihörnchen, süße Einkornblattl oder Rosenblütensekt.

Buchbinderin und Papierschöpfer hatten sich einander gegenüber postiert. Hier war es zwar trocken, der Papierschöpfer bekam an seinem Bottich dennoch nasse Hände.

Unter der Regie des Weltladen Buxheim hatte sich im Stadl auch ein Teil des Kinderprogramms angesiedelt. Die Kinder konnten hier Schellenbänder knüpfen, Gewittertrommeln basteln oder Buxkränze binden. Gern gesehen waren Kindern auch gleich daneben beim Holzrechenmacher, bei die sie sich Holzzähne fertigen konnten. Neben dem Stadl, in der früheren Mistgrube, wurde besonders kraftvoll Hand angelegt. Hier zeigten die Drischel-Drescher ihr Können, ihr Vierertakt war weit über den Hof zu hören.

In der Grube residierte auch der Schmied, bei dem sich Kinder selber an Nägeln, Pfeilspitzen und Haarnadeln versuchen konnten und der auch selbst geschmiedete Kräutersicheln "á la Miracolix" feilbot.