Adelschlag: Zu Besuch in musikalischer Gemeinde
Foto: Kerstin Kleinhans
Adelschlag

Erste Station seines Pastoralbesuches war die Grundschule in Adelschlag, wo er von der Bläserklasse musikalisch begrüßt wurde. Hier war der Bischof sichtlich beeindruckt vom Können der jungen Musikanten der Schule. Geduldig beantwortete er den Kindern die unterschiedlichsten Fragen und verdeutlichte, dass ihm sein Beruf an solchen Tagen im Gespräch mit Kindern besondere Freude bereite. Nach einer bunten Fragerunde führte der Bischof noch ein Gespräch mit den Drittklässern, welche in diesem Jahr Erstkommunion feiern und den Lehrern.

Als nächste Station des Bischofs standen die Besuche der Kindergärten der Gemeinde auf dem Programm. Den Auftakt macht hier der Kindergarten St. Michael in Pietenfeld, wo der Bischof von den sichtlich gespannten Kindern mit einem Lied begrüßt wurde. Danach erklärte er den Kindern, was es mit seinem Gewand auf sich hat, und erläuterte seine Kopfbedeckung. "Da der Name recht kompliziert ist, könnt ihr einfach sagen der Bischof hat ein Käppi auf", erklärte er. Auch seine weitere Kopfbedeckung, die Mitra, welche die Kinder vom heiligen Nikolaus kennen, zeigte er ihnen.

Besonders faszinierte die Kinder der mitgebrachte Bischofsstab, welcher erst zusammengebaut werden musste. Hier legten Samuel, Noah und Lukas voller Eifer gleich selbst Hand an. Neben zahlreichen Fragen an den Bischof, welche er geduldig beantwortete, hatte auch er eine Frage an die Kindergartenkinder. So wollte er von ihnen wissen, wann und ob die Kinder beten. Die vierjährige Christina teilte zugleich mit, dass im Kindergarten vor dem Essen und im Morgenkreis gebetet wird. Raphael, erzählte dem Bischof, dass seine Mama jeden Abend vor dem Schlafen gehen mit ihm betet, was den Bischof sehr freute. Nach einem gemeinsamen Gebet erhielt Hanke von drei Kindern noch eine Führung durch die Räumlichkeiten des Kindergartens.

Der Nachmittag des Pastoralbesuchs stand dann ganz im Zeichen der Senioren. Die Verantwortlichen hatten alle Senioren aus den Ortsteilen zu einer gemeinsamen Kaffeerunde in Pietenfeld eingeladen. Fast 100 Gäste waren der Einladung gefolgt, worüber sich der Bischof sehr erfreut zeigte. Im Gespräch mit den Senioren aus dem Pastoralraum nahm Hanke auch Stellung zum aktuellen Thema Finanzkrise und beantwortete offen zahlreiche Fragen aus der Runde. Im Anschluss fand in der Pfarrkirche St. Michael in Pietenfeld eine Andacht statt. Am Ende des feierlichen Gebets spendete der Bischof allen Kindern den Einzelsegen.

Höhepunkt des Tages war der abendliche Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche in Möckenlohe, der vom Pfarrverbandschor AdMoepi und Bläsern aus dem Ort musikalisch gestaltet wurde. In seiner Predigt verdeutlichte Hanke den Gottesdienstbesuchern, dass der Weg des Glaubens in der "Wir-Form" lebe, was in Zeiten in denen die Menschen eher als Individualisten "im Ich" leben enorm wichtig sei. "Gehen wir das Wagnis ein, im Du die Erfüllung zu finden und Gemeinschaft zu werden", so Hanke. Dies verdeutlichte er den Gläubigen mit der Symbolik eines Autos (das Leben) mit Wohnanhänger (der Glaube), wie man es oft auf der Autobahn antrifft.

"Der Anhänger macht die Geschwindigkeit des Gespanns zwar oft langsamer und das Abkoppeln macht das Leben schneller", so Hanke, "doch Jesus sagt: Ich bin der Motor, die Kraftquelle." Mit ihm, so der Bischof kann man vieles im Leben, ob positiv oder negativ, mitziehen. Mit diesen Worten wolle er Mut machen und verdeutlichen, dass Glaube und Kirche kein Anhänger und Last seien. "Machen Sie Jesus zum Motor, zur Mitte ihres Lebens". Abschließend überreichte er ein Bildnis und wünschte ein weiterhin gutes Zusammenwachsen als Pastoralraum.

Im Gasthaus Meyer hatten alle Gläubigen im Anschluss die Gelegenheit zur Begegnung mit dem Bischof. Als Andenken an seinen Besuch überreichten Pfarrer Bernhard Kroll und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats Möckenlohe, Irmgard Fischermeier, ein Bild der Pfarrkirchen aus dem Pastoralraum von Stefan Weyergraf Streit. Bürgermeister Andreas Birzer verdeutlichte in seinem Grußwort, dass Kirche und Gemeinde in Adelschlag noch nahe beieinanderstehen. Als Erinnerung erhielt Hanke einen Krug mit dem Gemeindewappen.