Dienstag, 22.05.2012 |

 

22.02.2012 19:16 Uhr | 100x gelesen
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Großes Wehklagen am Rathausplatz


Bild: Großes Wehklagen am Rathausplatz. Dietfurt Dietfurt (axk) Grandios wurde der Abschied von Prinz Karneval unter viel Jammern und Wehklagen bei den bayrischen Chinesen in Dietfurt gefeiert. Um Mitternacht wurde der Fasching am Rathausplatz endgültig begraben.

Dietfurt (axk) Grandios wurde der Abschied von Prinz Karneval unter viel Jammern und Wehklagen bei den bayrischen Chinesen in Dietfurt gefeiert. Um Mitternacht wurde der Fasching am Rathausplatz endgültig begraben.


Dietfurt: Großes Wehklagen am Rathausplatz
Deftige Sprüche zum Ausklang: Der etwa 20-köpfige Begräbniszug ging von Gasthaus zu Gasthaus und berichtete zur Freude der Gäste über Missgeschicke. Auch Leichenbitter Christian Linz (rechts) war dabei. Er zog den ganzen Tag schon jammernd durch Dietfurt.
Traditionell wurde der Faschingsdienstag von Christian Linz als Leichenbitter eröffnet. Die Kultfigur ist alle Jahre wieder schon in den Vormittagsstunden unterwegs, um das Ende des Faschings anzukünden. So geht er in den Geschäften sowie am Rathaus oder auch bei Familien den ganzen Tag ein und aus. Natürlich hat er auch beim Kinderfasching vorbeigeschaut und seinen Vortrag in weinerlichem und jammerndem Ton gehalten.

Punkt 18 Uhr hat sich dann ein 20-köpfiges Team auf den Weg gemacht, weiß geschminkt mit Tränen. Sie trauerten über das nahe Ende des Faschings und zogen durch die Stadt und alle Gaststätten. Bei ihren Stationen schilderten sie in Versform verschiedene Missgeschicke, die das ganze Jahr über passiert waren; aber auch aktuelle Malheurs wurden ans Licht gebracht.

Und dazwischen hörte man immer wieder: „So ist es g’wenn Tscheimitschi Tscheng!“ In den kurzen Pausen wurden Werbeslogans von Dietfurter Geschäftsleuten zum besten gebracht. Pünktlich um 23.30 Uhr versammelten sich die Maschkerer und Zivilisten zum Trauerzug in Richtung Rathaus. Alle Teilnehmer waren mit Fackeln und Kerzen ausgestattet, um Prinz Karneval das letzte Geleit zu geben. Die Beerdigungsmusikanten des Begräbnisvereins spielten mit großem Wehklagen und alle Maschkerer sangen jammernd mit.

Die Abschiedsworte sprachen die Oberleichenbitter Erich Moser und Stephan Baumer. Hier wurde das Gelöbnis erneuert, dass man am 11.11. wieder dabei ist. Währenddessen wurde die Strohpuppe angezündet. Kurz vor Mitternacht stimmten die Maschkerer zum letzten Mal die Kaiserhymne und den Kaiserwalzer an. Nach einem mehrfachen „Kille Wau“ und „Ko-Houang-Di“ wurde diese Zeremonie pünktlich kurz vor Mitternacht beendet.

 




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