Wolfsbuch: Mit dem Allerheiligsten durchs Dorf
In einer prächtigen vergoldeten Monstranz hat Pfarrer Matthäus Luka das Allerheiligste durch das festlich geschmückte Dorf getragen. - Foto: Patzelt
Wolfsbuch

Der Wochentag Donnerstag als Termin für Fronleichnam steht in enger Verbindung mit dem Gründonnerstag und der damit verbundenen Einsetzung der Eucharistie durch Jesus beim letzten Abendmahl, wie den Gläubigen selbstredend bekannt ist. "Wegen des stillen Charakters der Karwoche erlaubt der Gründonnerstag keine prunkvollen Feierlichkeiten. Daher wurde das Fest Fronleichnam auf den ersten Donnerstag nach der Oktav des Pfingstfestes gelegt", erläuterte der Wolfsbucher Ortsgeistliche Matthäus Luka vor dem Gottesdienst.

Die Eucharistie, das Mahl der Liebe, bezeichnete der Pfarrer als "kostbarstes Gut des katholischen Glaubens". Das Wort Fronleichnam setze sich aus "Fron", was so viel wie "auf den Herrn bezogen" bedeute, und "Leichnam", was den Leib betreffe, zusammen. "In der Gestalt von Brot und Wein ist Gott selbst unter uns geblieben. Er ist für uns sichtbar geworden und wahrhaftig gegenwärtig", so Pfarrer Luka bei seinen Worten zu den Gläubigen.

Nach dem Gottesdienst bewegte sich die Fronleichnamsprozession zu den vier Altären, die im Dorf aufgebaut waren. Das Allerheiligste in der prächtigen Monstranz trug der Ortsgeistliche unter dem Baldachin, dem sogenannten Himmel, durch die mit Fahnen beflaggten Straßen. Der Zug wurde von der Wolfsbucher Blaskapelle angeführt. An der Prozession nahmen auch die Vereine und die Kommunionkinder teil.