Töging: Vorsicht, giftig!
Der Kontakt mit den Raupen des Eichenprozessionsspinners - hier ein Gespinst - kann allergische Reaktionen hervorrufen. - Foto: Weiß
Töging

Aus Sicherheitsgründen seien diese bereits vernichtet worden. Auch im bayerischen Staatsforst seien an einer großen Eiche unmittelbar am Altmühltal-Panorama-Weg in Töging mindestens fünf Gespinstnester entdeckt worden. "Sowohl die Bayerische Staatsforsten, als auch die Gemeinde Dietfurt wurden von mir telefonisch informiert", so Weiß.

Dieser Schmetterling bevorzugt nach Angaben der Fachfrau eichenreiche Wälder an trockenen und lichten Standorten, aber auch Einzelbäume in Gärten und an Wanderwegen. Der Eichenprozessionsspinner legt 100 bis 200 weiße Eier im Kronenbereich der Wirtsbäume ab. Aus den überwinternden Eiern schlüpfen im Mai die bis zu fünf Zentimeter langen Raupen, die sich von den Blättern der Eichen ernähren. Die Raupen sind durch eine breite, dunkle Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern mit rotbraunen, langhaarigen Warzen gekennzeichnet. Die Brennhaare der älteren Individuen enthalten einen Giftstoff, der bei Kontakt zu unangenehmen allergischen Reaktionen führen kann.

Die Raupen ziehen in Gruppen von 20 bis 30 Tieren auf Nahrungssuche - daher der Name Prozessionsspinner - und ziehen sich tagsüber in ihre Gespinstnester am Stamm oder in Astgabeln zurück. Mitte bis Ende Juni erfolgt die Verpuppung. Ende Juli beginnen die Nachtfalter zu fliegen und bis September sind ihre Eier an den Wirtsbäumen abgelegt. Der erwachsene asch- bis braungraue Eichenprozessionsspinner hat eine Flügelspannweite von 2,5 bis vier Zentimeter und auf seinen Vorderflügeln verlaufen zwei dunkle Querbinden.