Plankstetten: Sanierung geht weiter
Den Startschuss für die weitere Sanierung des Klosters Plankstetten gaben Abt Beda Maria Sonnenberg und die zuständigen Kommunalpolitiker aus dem Kreis Neumarkt. - Foto: Karg
Plankstetten

An dem Treffen nahmen kürzlich Staatssekretär Albert Füracker, der Bundestagsabgeordnete Alois Karl, Landrat Willibald Gailler, Berchings Vize-Bürgermeisterin Gerlinde Delacroix (alle CSU) und Vertretern der an der Finanzierung beteiligten Behörden teil. Nach jahrelangen, intensiven Bemühungen ist es gelungen, einen Kostenplan für den nächsten Bauabschnitt der Sanierung dieses Denkmals von nationaler Bedeutung aufzustellen. Die Bauzeit beträgt vier Jahre.

Mit den Bauarbeiten wird heuer im Sommer begonnen, im Herbst wird die Turnhalle aus den 1960er-Jahren abgebrochen. Im Jahr 2019 soll der Neubau bezogen werden, im Jahr 2021 rechnet man mit der Fertigstellung. Der kommende Bauabschnitt umfasst außerdem die Errichtung eines Ersatzgebäudes mit Kindergarten, eines Turnraums, von Räumen für die Pfarrverwaltung und eines Gästezimmers. Im Altbestand wird das Abt-Maurus-Haus, das Gästehaus Sankt Gregor und der Bereich der Klosterschenke erneuert.

Hauptziel der Generalsanierung sei die Erhaltung der historischen und denkmalgeschützten Gebäude, die zum Teil aus dem 16. Jahrhundert stammen, erläuterte Abt Beda Maria Sonnenberg. Dabei gelte es, die Schäden an den historischen Holzkonstruktionen der Decken und der Dächer zu beseitigen und die vom Hangwasser durchfeuchteten Fundamente trocken zu legen. Entstehen sollen in den historischen Gebäuden außerdem Räume der Begegnung zur "Inspiration und positiven Konspiration".

Die Klosterschenke im Erdgeschoss des Gästehauses, die als Brotzeit-Stüberl bekannt ist, entwickelte sich in den vergangenen Jahren durch den zunehmenden Tourismus positiv. Um Gäste noch besser bewirten und den Mitarbeitern ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen zu können, werden zusätzliche Gasträume, eine Küche sowie Lager- und Sozialräume benötigt.

Staatssekretär Füracker sagte, dass die Abtei nicht nur eine Glaubens- und Bildungseinrichtung, sondern auch ein Haus der Erholung sei. Er dankte allen, die mitgewirkt haben, das Projekt mit einem Kostenvolumen von 20 Millionen Euro zu verwirklichen. Insgesamt 15 Fördertöpfe könne man anzapfen. Der Bundestagsabgeordnete Karl nannte die Benediktinerabtei "ein Juwel in unserer Heimat". Er habe gerne daran mitgewirkt, dass die Sanierung der Anlage in die verschiedenen Förderprogramme aufgenommen worden sei. Landrat Gailler hofft auf eine erfolgreiche Umsetzung der Bauvorhaben.

Die im Jahr 1129 gegründete Benediktinerabtei Plankstetten blickt auf eine nahezu 900-jährige Baugeschichte zurück. Bereits in den Jahren 1999 bis 2001 wurden die ehemals landwirtschaftlichen genutzten Gebäude einer umfassenden Sanierung unterzogen und einer neuen Nutzung zugeführt. So konnte Platz für einen Lesesaal der Bibliothek, für Ausstellungsräume und für Bäckerei, Metzgerei, Missionsbasar und Hofladen geschaffen werden. In einem weiteren Bauabschnitt wurde zwischen 2009 und 2013 das Konvent-Gebäude erneuert, in dem sich die Klausur der 16 Mönche, die Gästezimmer und die Zentralküche befinden.

Damit sei, wie Frater Andreas berichtete, bisher etwa die Hälfte des denkmalgeschützten Gebäudebestandes saniert worden. Neben Aspekten des Denkmal- und Brandschutzes konnten bei diesen Gebäudeteilen ökologische Gesichtspunkte berücksichtigt werden, die eine Reduzierung der Heizenergie um 70 Prozent ermöglicht haben. Die letzte Sanierungsmaßnahme wird schließlich der Basilika gelten. Diese gehört ganz dem Freistaat Bayern, der somit als Bauherr und Geldgeber fungiert.