Zunächst begrüßte Initiatorin Elisabeth Höflmeier die Gäste und den Referenten Jakob Derbolowsky, vielen bereits bekannt vom Vorjahr und aus Radio Horeb. Auch ein Gewinnspiel hatte sich Höflmeier einfallen lassen. Siegerin des "unsinnigen" Preises (eine Narrenkappe) war Rita Biere. Andrea Kuske durfte sich über ein Buchgeschenk freuen und die erstmalige Besucherin Edith Suttor bekam eine Handyhülle.

"Ich beginne immer mit zwei Bibelstellen", sagte Derbolowsky und verriet danach: "Wir schauen das Thema systematisch an, wie in einer Alltagswerkstatt, und Sie suchen sich dann aus, was für Sie passt." Am Ende sollten alle profitieren, die sich auf den reichen Erfahrungsschatz des Psychopädie-Begründers einlassen konnten. "Es ist biologisch und physiologisch wichtig, immer nach dem Besseren zu streben", meinte der Referent. Problematisch seien allerdings überzogene Erwartungen. "Bis in die Kindheit reichen die Wurzeln schmerzlicher Erfahrung, dass andere nicht zufrieden sind mit mir, so wie ich bin. Also passe ich mich an, um geliebt zu werden. Wann habe ich die Sicherheit, gut anzukommen? Wenn ich perfekt bin - und das ist sehr anstrengend", so der Referent. Er betonte, dass ausreichend Liebe für sich selbst und ein gesunder Egoismus sehr wichtig seien.

"Leider gibt es sehr viele Menschen, die glauben, dass Gott möchte, dass wir perfekt seine Gebote halten. Er sagt aber vor allem zu jedem Einzelnen von uns: So wie du bist, bist du liebenswert", sagte Derbolowsky. Die Beziehung zu Gott sei das höchste Gut, nicht die Gesundheit. Zum Schluss gab der Referent noch drei wertvolle Ratschläge mit auf den Weg. Es gelte, Selbstvertrauen zu schaffen in dem Bewusstsein, dass Gott die Menschen immer liebt. Dann sei es sinnvoll, das eigene Handeln zu überprüfen. Wichtig sei es außerdem, das Leben lösungsorientiert und nicht problemorientiert auszurichten: "Niemand ist so wertvoll für mich wie ich selbst." Höflmeier bedankte sich bei dem Referenten mit einem Geschenk.