Die Bauarbeiten für den neuen Radweg am Paulushofener Berg schreiten gut voran.
Rieger, Fabian, Beilngries
Beilngries

Als klassischen Radfahrermonat kann man den Dezember nicht bezeichnen. Heuer dürfte für die Fahrradfreunde aus der Region einige Tage vor Weihnachten aber zumindest ein sehr interessantes Ereignis anstehen - wenngleich wohl nur die Hartgesottensten tatsächlich schon eine Jungfernfahrt auf der neuen Radstrecke am Paulushofener Berg wagen werden. Aber vielleicht lockt das Wetter ja dann zumindest einige Spaziergänger auf die neu angelegte Route.

Als Tag für die Verkehrsfreigabe haben die Verantwortlichen den 15. Dezember auserkoren. Bis dahin sollten die Arbeiten komplett abgeschlossen sein, wie Elena Merk und Ludwig Kastner im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilen. Mit dem Baufortschritt der vergangenen Monate sei man sehr zufrieden. "Wir sind gut vorangekommen, es gab keine Probleme", betont Kastner.

In der Tat hat sich in den vergangenen Wochen viel getan. Bekanntlich hat der Bund Finanzmittel zur Verfügung gestellt, um einen Rad- und Wanderweg anzulegen, der sich - zunächst entlang der Bundesstraße 299, später durch den Wald - auf den Paulushofener Berg hinaufzieht. Anfang dieses Jahres stand eine größere Rodungsaktion an, seit dem Frühsommer wird gebaut. Inzwischen ist auch für den Laien klar ersichtlich, wie der fertige Weg aussehen wird. Das Teilstück, das durch den Wald führt, ist bereits asphaltiert. Der Streckenabschnitt, der von der B 299 aus einsehbar ist, soll in Kürze folgen. Über die gesamt Fahrbahn muss dann noch die "Glasur". Die Hangsicherung mittels eines Steinschlagschutznetzes ist jüngst abgeschlossen worden. Gut 400 Anker wurden gebohrt, sie haben - je nach Lage - eine Länge von zwei, vier und sechs Metern. In das Steinschlagschutznetz ist ein Ansaatnetz integriert, die Gesamtfläche beträgt hierbei 4000 Quadratmeter. Die jetzt noch sichtbare Matte soll zunächst mit Grünbewuchs überlagert werden und sich später komplett zersetzen. Auch eine Anpflanzung mit Büschen ist in manchen Bereichen geplant, "der Radweg wird sich gut in die Natur einfügen", so Baurätin Elena Merk.

Die Bauarbeiten für den neuen Radweg am Paulushofener Berg schreiten gut voran.
Rieger, Fabian, Beilngries
Beilngries

Die Zahlen sind imposant. Eine insgesamt 1,77 Kilometern lange Strecke soll asphaltiert werden. Dafür werde man etwa 1800 Tonnen Asphalt benötigen, so die Baurätin. Das entspreche etwa 90 Lkw-Ladungen. Zwei Bagger, zwei Lastwagen und sechs bis acht Arbeiter waren und sind täglich auf der Baustelle beschäftigt.

Dass sie sich auf geschichtsträchtigem Grund bewegen, dürfte dabei nicht allen bewusst gewesen sein. Genau das ist aber der Fall, wie der Beilngrieser Heimatforscher im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte (wir berichteten) . Der sogenannte "Alte Berg" gewährt mit seiner Historie tiefe Einblicke in die Stadtgeschichte. Genau das möchte Brand gerne mittels Informationstafeln entlang des neuen Weges darstellen. Eine gute Idee, wie Elena Merk auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt. Dem Vorhaben gegenüber sei man aufgeschlossen. Nach Abschluss der Arbeiten könne man geeignete Stellen entlang der Radstrecke suchen - die Passenten sollen dort möglichst die Gelegenheit haben, abzusteigen und sich Zeit zu nehmen für diesen Einblick in die Beilngrieser Geschichte.