Vogelgesang und ein schöner Ausblick haben die Teilnehmer an einer Bund-Naturschutz-Wanderung am Arzberg für das frühe Aufstehen belohnt.
Vogelgesang und ein schöner Ausblick haben die Teilnehmer an einer Bund-Naturschutz-Wanderung am Arzberg für das frühe Aufstehen belohnt.
DK
Beilngries
Zeitig aufstehen hieß es für rund 20 Vogelfreunde, bekanntlich ist ja gerade der frühe Morgen die intensivste Zeit des Vogelgesangs. Das Werben um einen Paarungspartner und das Abstecken eines Brutreviers erreicht üblicherweise im April und Mai mit wahren Gesangswettkämpfen einen stimmgewaltigen Höhepunkt. Und so startete die interessierte Gruppe, gespannt und neugierig auf dieses beeindruckende Konzert, am Parkplatz beim Beilngrieser Friedhof. Geführt wurde die zweistündige Wanderung von Förster und Vogelstimmenexperte Georg Dütsch.

Gemeinsam erkundete man beim Aufstieg über den Südhang und beim Spaziergang über die Hochfläche die heimische Vogelwelt. Auf der gesamten Strecke begleitete ein munteres und buntes Zwitschern die aufmerksamen Naturfreunde. Viele bekannte Vogelarten wie Kohlmeisen, Buchfinken, Spechte, Wachholderdrosseln und Eichelhäher erfreuten mit eifrigem Gesang. Zu hören und zu sehen bekam man aber auch weniger bekannte Vögel, die die Lebensräume im Naturschutzgebiet am sonnigen Südhang und in den angrenzenden Wäldern besiedeln. Mit Ferngläsern, Bestimmungsbüchern und geschultem Gehör gelang es, viele der gefiederten Sänger zu bestimmen.

Unterwegs konnte Dütsch aber auch Besonderheiten zur Flora und Fauna des artenreichen Areals um den ehemaligen Steinbruch und auf der Hochfläche des Beilngrieser Hausberges aufzeigen. Seit Jahren versuchen hier die Naturschützer, einzigartige Schotter- und Trockenrasenflächen von Bewuchs freizuhalten und dadurch selten gewordene Lebensräume zu erhalten oder neu zu schaffen. Gekrönt wurde die kurzweilige Wanderung durch herrliche Aussichten und die frühlingshafte Natur.