Dienstag, 22.05.2012 |

 

06.02.2012 19:36 Uhr | 55x gelesen
        Drucken Text vergrößern

Blasiusbrote gegen Halsschmerzen


Bild: Blasiusbrote gegen Halsschmerzen. Kirchbuch Kirchbuch (pa) Nach uraltem Brauch haben die Pfarrangehörigen von Kirchbuch drei Tage lang ihr Patrozinium zu Ehren des heiligen Blasius gefeiert. Bereits am „Kirta-Samstog“ trafen sich die Dorfbewohner im Gemeinschaftshaus, um sich in geselliger Runde auf den Festtag einzustimmen.

Kirchbuch (pa) Nach uraltem Brauch haben die Pfarrangehörigen von Kirchbuch drei Tage lang ihr Patrozinium zu Ehren des heiligen Blasius gefeiert. Bereits am „Kirta-Samstog“ trafen sich die Dorfbewohner im Gemeinschaftshaus, um sich in geselliger Runde auf den Festtag einzustimmen.


Kirchbuch: Blasiusbrote gegen Halsschmerzen
Die beiden gekreuzten Kerzen standen bei der Segnung der Blasiusbrote durch Pater Christoph Heinzmann im Vordergrund des Hochaltares. Nach dem Segen durften die Gläubigen die Blasiusbrote gegen eine Spende mit nach Hause nehmen. - Fotos: Patzelt
Der Patroziniumssonntag begann mit dem Festgottesdienst. „Heiliger Bischof Blasius, deines Festtags wir gedenken. Jedem, der um Hilfe sucht, willst du deine Fürbitt’ schenken – Du bist Helfer in der Not, Gott zum Lob“, huldigten die Gläubigen bereits im Eingangslied ihrem Kirchenpatron. Pater Christoph Heinzmann erläuterte den Gottesdienstbesuchern anstelle einer Predigt kurz das Gemälde des Hochaltars. „Der Bischof und Märtyrer Blasius gehört zu den 14 Nothelfern, die seit jeher eine große Verehrung erfahren“, erklärte der Ortsgeistliche. Sie alle sind auf dem prächtigen, dreigeteilten Gemälde feinsäuberlich dargestellt. Im Mittelpunkt der Nothelfer befindet sich jedoch der Sohn Gottes. „Weiter stoßen wir auf die drei göttlichen Tugenden – die Hoffnung in Form eines Ankers, der Glaube versinnbildlicht im Kreuz und die Liebe in Form eines Herzens“, erläuterte Pater Christoph weiter. Die größte Tugend sollte jedoch die Liebe sein. Der mittelalterliche Vorgängerbau der Pfarrkirche wurde 1924 bis 1926 durch einen Neubau ersetzt, nur der mittelalterliche Turm mit Treppengiebeln und Satteldach und der Altarchor mit seiner gotischen Wölbung blieben erhalten. Die einzelnen Fürbitten verlasen die Ministranten.

Nach der Messe segnete Pater Christoph eine Besonderheit der Pfarrei, die Blasiusbrote. Mit der Herstellung der Minibrötchen ist seit mittlerweile 22 Jahren Walburga Vogl, die Ehegattin des Kirchenpflegers und Mesners Franz Vogl, betraut.

Im Anschluss an den Blasiussegen, der mit den beiden gekreuzten Kerzen gespendet wurde, durften die Gottesdienstbesucher die kleinen Brote mit nach Hause nehmen. Sie sollen vor Halskrankheiten schützen.

Dem Gottesdienst schloss sich ein Frühschoppen an. Am Nachmittag trafen sich die Pfarrangehörigen mit ihren Gästen aus der Umgebung zu Kaffee und Kuchen und am „Kirta-Montog“ ließen die Kirchbucher schließlich das Fest des Patroziniums im Gemeinschaftshaus ausklingen.


Von Anton Patzelt

Bookmark and Share
Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Drucken  Drucken  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren

Kommentare

Symbol = Kommentar melden= Kommentar melden
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. mehr
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

 

Um Artikel kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden und mitmachen!

Benutzername  
Passwort      
Noch keinen Zugang?
Jetzt kostenlos registrieren!
Anmeldung über Cookie merken

 
 


Weitere ThemenRSS-Feed abonnieren
Schulaula statt Bundestag
Hoffnung auf schnelles Internet
Umzug von drei Heiligen
Enttäuschte Fußballfans im Verdacht
40 Jahre Kameradschaft
Endspurt für den "Rauberpfarr"
Wandern auf QiGong-Weg
Glück im Unglück
Zwei Verletzte auf der B 299
Wandertouren um die Stadt
 

 



>