Ingolstadt: Männertherapie mit Scream-Gesang
Kein typisches Porträtfoto wollten die fünf Musiker der Metalband Portraits aus Ingolstadt. Verständlich - immerhin sind auch ihre Lieder besonders aufgebaut. - Foto: Skrobanek
Ingolstadt

Die Musiker können sich in den Genres Metal, Hardcore und Metalcore verorten. "Wir orientieren uns eher an älteren Metalgenerationen, so die 2000er und älter. Aber wir wollen uns nicht so sehr von einer einzigen Quelle beeinflussen lassen. Unsere Lieder bauen wir auch nicht nach dem klassischen Strophe-Refrain-Strophe-Muster auf", so der Sänger Uli Lang. Inspiriert werden die Musiker vom Leben, von Gefühlen und der Musik selbst. Einfach das spielen, was man gern hört, daran haben sie Spaß. Aber auch ganz alltägliche Erlebnisse spielen eine Rolle. Damit lässt sich der Bandname Portraits erklären. Die Texte stellen bestimmte Personen im Porträt dar, analysieren ihren Charakter und ihre Werte. Genauso verarbeiten die Musiker gesellschaftskritische Themen. Wer ihrer Meinung nach Schuld trägt an der Wirtschaftskrise und der generellen Misere in der Welt, wird in den Liedern angeklagt. Dennoch ist die Stimmung beim Interview keineswegs angespannt. Scherze werden gerissen, und man merkt schnell, dass Uli Lang (Gesang), Lucas Clerkin (Schlagzeug), Simon Krapez (Bass), Christoph Eitl und Simon Plantsch (beide Gitarre) nicht nur musikalisch auf einer Wellenlänge sind. Auch außerhalb der Band sind sie gute Freunde. Auftritte planen die Mittzwanziger erst ab September, da sich die Männer momentan noch in der Schreibphase der Lieder befinden. Gegründet wurde Portraits 2015, als Neuanfang für drei verbleibende Musiker einer aufgelösten Band. "Wir sehen die Bandproben als Männertherapie", erklären die Jungs lachend. Auf Soundcloud und in Facebook kann man mehr über Portraits erfahren.