Gößelthal: Wunderbare Wasserwelt
Mini-Schleuse für Wasserfreunde: Im Außengelände der Erlebniswelt wurde eine kleine "Wasserwelt" aufgebaut, die nicht nur Kinder begeistern soll (links). In mehreren Räumen sind Informationen über Schifffahrt, Wasser und den Main-Donau-Kanal zusammengestellt. Projektleiterin Stefanie von Einem (r.) demonstrierte die moderne Technik, bei der Besucher über Kopfhörer Informationen erhalten.
Gößelthal

Es ist ein großer wichtiger Baustein in einem ausgewogenen Konzept: Besucher der Dauerausstellung "Erlebniswelt Wasserstraße" werden schon in wenigen Wochen auch über den Main-Donau-Kanal zur Gösselthalmühle "anreisen" können. Kai Bramhoff, der den Außenbezirk Riedenburg des WSA Nürnberg leitet, informierte bei einem Rundgang kurz vor der Eröffnung der Erlebniswelt über den geplanten Bau des Anlegestegs. "Es war nicht ganz leicht, eine gute Lösung zu planen, aber wir haben sie gefunden. Ich denke, bereits Mitte bis Ende Juli ist der neue Steg fertig", versprach Bramhoff. Sogar Ausflugsschiffe bis zur Größe der Walhalla können dann dort problemlos am neuen Steg anlegen.

Die interaktive Ausstellung "Erlebniswelt Wasserstraße" in der Gösselthalmühle, ist das Geschenk der WSV zum 25. Geburtstag des Main-Donau-Kanals und der Höhepunkt des Festjahres. Dazu wurde ein Flügel der historischen Gösselthalmühle modernisiert, um die Ausstellung auf zwei Ebenen und in drei Räumen aufzunehmen. Hochzufrieden mit dem Fortschritt der Arbeiten zeigte sich Projektleiterin Stefanie von Einem bei dem Rundgang durch die großzügige Anlage. Die Arbeiten am Gebäude, in dem sämtliche Elektrik, die Heizungsanlage und alle Fußböden komplett erneuert wurden, sowie die Außenanlagen mit Spielschiff sind nahezu fertig. Der Zugang wurde barrierefrei gestaltet. Derzeit werden noch alle Restarbeiten fertiggestellt und die Ausstellung bestückt .

Wer das Erdgeschoss betritt, erhält im ersten Raum alle wichtigen Informationen zu Wasserstraßen, die - ähnlich wie Straßen für Autos und Lkw - von Frachtern und Personenschiffen als Transportweg genutzt werden können. Eine interaktive Wand zeigt das deutsche Flussnetz und die Bundeswasserstraßen, ein Film erläutert, was passiert, wenn ein Schiff in die Schleuse fährt. Dazu gibt es viele wichtige Details rund um die Natur oder die touristische Nutzung. 

Über eine neue Treppe und einen Aufzug, der schon von Weitem sichtbar für die Ausstellung wirbt, geht es in das obere Stockwerk. Im ersten Raum dreht sich hier alles um das Element Wasser. Anhand des Modells des Archimedes wird beispielsweise erläutert, warum ein Schiff schwimmt. Im nächsten Raum, "dem schönsten mit dem offenen Dachstuhl", wie Projektleiterin Stefanie von Einem schwärmte, geht es um die Schifffahrt. Zu sehen sind hier Personenfiguren, die verschiedene Berufe darstellen, vom Nautiker bis zur Binnenschifferin, und über Kopfhörer von ihrer Arbeit erzählen. Eine Simulation zeigt eine Schiffsfahrt aus Sicht des Schiffsführers und ein Frage-Antwort-Memory erklärt Schifffahrtszeichen.

Der Beilngrieser Touristikchef Christoph Raithel zeigte sich von den Fortschritten begeistert und betonte die Bedeutung der Ausstellung. "Der Kanal ist für die Region sehr wichtig, das zeigt auch das Engagement des Naturparks und der Gemeinden rund um das Jubiläum. Wir freuen uns über die Erlebniswelt und unterstützen sie gerne. Aktuell werden Schilder an Straßen und Radwegen aufgestellt, um auf die Ausstellung hinzuweisen", sagte der Touristiker.

Für die herausragende Zusammenarbeit aller Beteiligten bedankte sich Stefanie von Einem. "So einen Zusammenhalt wie hier habe ich noch nicht erlebt. Ich finde es toll, wie alle Hand in Hand arbeiten." Einen besonderen Ort nicht nur für Kinder stellte sie am Ende der Führung vor: Eine kleine Wasserwelt, die so gestaltet wurde, dass Besucher Wasser aus der Sulz durch einen kleinen Kanal mit Schleusen fließen lassen können. "Da wird man die Kinder schwer wieder wegbringen", freute sich von Einem.