Dietfurt: St. Martin hoch zu Ross und auf dem Steckenpferd
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Dietfurt

Dort gedachte Pfarrer Gerhard Schlechta des heiligen Martin von Tours, der vor mehr als 1700 Jahren lebte.

Die Vorschulkinder spielten Szenen aus dem Leben des Heiligen nach. Benedikt Schmid stellte den Bettler dar und Josef Weigel den Heiligen, der seinen Mantel mit dem Bettler teilte. Musikalisch umrahmt wurde das Spiel von Orff-Instrumenten, die ebenfalls von Vorschulkindern gespielt wurden. Nach der Andacht marschierten die Kleinen beim Laternenzug durch die Stadt zum Kindergarten. Stolz präsentierten sie ihre liebevoll gebastelten Laternen. Angeführt wurde der lange Zug von St. Martin alias Stefan Kommescher und dem Bettler, gespielt von Benjamin Dürr. Nach den Kindergartenkindern reihte sich die Mutter-Kind-Gruppe Sonnenschein ein, die ebenfalls Laternen gebastelt hatte.

An der improvisierten Lichterpyramide wurde das Martinslied gesungen. Wegen des einsetzenden Regens war es nicht möglich, die Lichterpyramide mit echten Kerzen zu bestücken. Der Imbiss musste in die Turnhalle verlegt werden. Dort gab es Wienersemmeln, Lebkuchen und Martinstaler, Kinderpunsch und Glühwein. Leiterin Claudia Lindl bedankte sich bei den Eltern, die gebacken hatten, und beim Elternbeirat, der alles hergerichtet und den Verkauf der Speisen und Getränke organisiert hatte.

Am Martinstag selbst hielt der Waldkindergarten seine Martinsandacht mit Laternenzug. Erzieherin Daniela Idzik-Neumann begrüßte auf dem Areal bei Hebersdorf auch Maria Hauk-Rakos, Religionslehrerin an der Dietfurter Schule, und ihren Mann Michael Rakos. Hauk-Rakos war gekommen, um mit den Kindern die Martinsandacht zu feiern. Wegen der unbeständigen Witterung fand diese unter einem Pavillon statt. Die Vorschulkinder, genannt die schlauen Füchse, sangen das Lied: "Da draußen vor der großen Stadt" und präsentieren ihre selbst gemalten Bilder des Heiligen.

Mit einem Schattenspiel erzählten Michael Rakos und Kinderpflegerin Birgit Kuffer die Begegnung vom Soldaten Martin mit dem Bettler. Nach dem gemeinsamen Beten und Singen stellten sich die Kinder zum Laternenzug auf. Jedes Kind hatte eine Laterne aus einem alten Honigeimer dabei. Diese Laternen wurden mit den Eltern oder Großeltern "geprickelt", mit Hilfe von Hammer und Nagel waren Löcher in das Blech getrieben worden. Am Schluss durfte jedes Kind seine Laterne nach eigenem Geschmack mit Perlen und Bändern verzieren.

Der leuchtende Zug machte sich, angeführt von zwei Bettlern, auf den Weg zum Sportplatz. Dort erwartete die Kinder eine Überraschung. St. Martin, gespielt von Daniela Cerrotta-Götz vom Brock-Hof aus Buch, wartete hoch zu Ross auf die Drachenkinder und führte sie zum Lagerfeuer. Dort erhielten alle ein Martinsbrot. Den Abschluss des gelungenen Abends bildete ein reichhaltiges Buffet mit Glühwein und Kinderpunsch, wo sich alle aufwärmen und stärken konnten.