Dietfurt: Schandfleck könnte bald verschwunden sein
Dieser Schandfleck an der Ortszufahrt von Dietfurt könnte schon bald verschwunden sein. - Foto: Kirschner
Dietfurt

Die Eltern wollen die beiden Bauwagen, in denen die Kleinen bei extrem schlechtem Wetter Schutz finden, durch eine Schutzhütte aus Holz ersetzen.

Wie aus den Reihen der Eltern zu erfahren war, die auf den Zuschauerstühlen Platz genommen hatten, ist die Einrichtung im Wald bei Hebersdorf mit bis zu 20 Kindern bis zum Jahr 2021 ausgebucht. Die Kosten für den Bau wurden auf 16 000 bis 20 000 Euro beziffert. Johann Gietl (FW) erkundigte sich nach der Finanzierung. Erst vor Kurzem habe der Beilngrieser Stadtrat - die Einrichtung besuchen auch Beilngrieser Kinder - einen Zuschussantrag des Vereins Waldkindergarten Dietfurt und Umgebung abgelehnt, wusste auch Andreas Keckl (CWU). Gietl bezeichnete diese Haltung als "Armutszeugnis", Ilse Werner (CSU) wiederum konnte die Haltung des Beilngrieser Stadtrats nachvollziehen, nachdem die Beilngrieser Eltern Gastbeiträge für die Aufnahme ihrer Kinder zahlen und die Nachbarkommune gerade den Neubau eines Kindergartens mit einem Kostenvolumen von gut fünf Millionen Euro plant. Über die Finanzierung werde der Stadtrat entscheiden, so Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD), sobald der Zuschussantrag vorliege. Hier gehe es nur darum, den Bauplan abzusegnen.

Genehmigt wurde der Bauantrag von Philipp Meixner für den Umbau eines Einfamilienhauses in Töging in ein Zweifamilienhaus. Schnell erledigt war auch der Antrag von Willibald Klügl zum Umbau und Erhöhung einer Maschinenhalle in Wildenstein und von Edeltraud Schröder zur Erweiterung einer Lagerhalle in Töging.

Zurückgestellt wurde eine Bauvoranfrage von Rudolf Rengnath, der in der Hauptstraße eine alte Scheune abreißen will, um an gleicher Stelle ein Wohnhaus zu bauen. Der Stadel gegenüber vom Friedhof ist bereits teilweise eingestürzt, eine Abrissgenehmigung liegt laut Braun vor. Die Stadt hatte schon vor geraumer Zeit eine Notsicherung veranlasst, damit vorbeigehende Passanten und Autos nicht gefährdet werden. Dass durch den Neubau ein Schandfleck in markanter Lage an der östlichen Zufahrt zur Altstadt verschwinden würde, war allen klar. Doch gelte es vorab, noch etliche Dinge zu klären, so die Bürgermeisterin. So würden die Stellungnahmen des Wasserwirtschaftsamts und des Denkmalschutzes noch ausstehen. Einstimmig wurde die Bauvoranfrage vorerst zurückgestellt.

Braun informierte den Bauausschuss, dass nach Beschluss des Stadtrats die Zimmererarbeiten für das neue Müllhäusl im städtischen Kindergarten vergeben wurden. Den Zuschlag erhielt die Firma Alois Herrmann aus Vogelthal, die mit 15 590 Euro das günstigste Angebot abgegeben hatte.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Ausschreibung zum Bau eines Entlastungskanals in Zell. Er soll vom Osterbergweg zum Regenrückhaltebecken führen und eine Länge von 220 Metern haben. Dadurch würden etwa zwei Drittel des Dorfbereiches vom Oberflächenwasser entlastet, informierte Stadtbautechniker Erwin Rabl. Der Bau sollte baldmöglichst beginnen und bis Ende Juni kommenden Jahres abgeschlossen sein.