Den Hochwasserschutz brachte Ilse Werner (CSU) aufs Tapet. Unter Verschiedenes rief sie die Überschwemmungen der vergangenen Jahre in Erinnerung. Dabei ging es ihr nicht um den Schutz der Kerngebiete durch den millionenschweren und seit Langem geplanten Bau einer Flutmulde, sondern um rein praktische Vorschläge. Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes schlug sie die Anschaffung einer Sandsackfüllanlage vor nach einem Beispiel der Stadt Parsberg. Das Technische Hilfswerk hatte eine solche Anlage gekauft und die Kommune sich finanziell daran beteiligt.

Damit sei es möglich, im Ernstfall eine ausreichende Zahl gefüllter Sandsäcke bereithalten zu können. "Wir müssen uns mit dem Thema befassen", meinte sie. Die Stadt verfüge über eine stattliche Zahl von Sandsäcken, hielt die Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) dagegen. Bei einer längeren Lagerung könnten sie schimmeln und wären dann im Ernstfall nicht mehr zu verwenden, befürchtete die Rathauschefin. Hier gingen die Meinungen auseinander, doch man konnte sich schließlich vorstellen, weitere Sandsäcke zu kaufen und beim THW in Parsberg anzufragen, ob es nicht möglich sei, das Gerät auszuleihen und eine Füllaktion für Sandsäcke zu organisieren.

Unter "Informationen über laufende Baumaßnahmen" teilte Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD) mit, dass der Bau des Abwasserkanals zum Ottmaringer Dorfhaus begonnen habe. Er verläuft in drei Meter Tiefe. Auch die Wasserleitung werde mitverlegt, ergänzte Stadtbautechniker Erwin Rabl, das Ganze sei relativ einfach zu bewerkstelligen. Einige Hausanschlüsse, die einmal nötig werden könnten, würden gleich bis zur Grundstücksgrenze gelegt werden. Dann brauche man nicht noch mal aufzugraben.

Martin Schmid (CWU) monierte, dass die Geschwindigkeit des schnellen Internets in Schweinkofen immer noch zu wünschen übrig lasse. Das sei nicht zu ändern, so Braun, und der leidigen Tatsache geschuldet, dass der Kabelverzweiger in Mühlbach immer noch nicht angeschlossen sei. Aktuell seien maximal 16 Mbit in der Sekunde buchbar. In hoffentlich absehbarer Zeit würden es dann die versprochenen 30 Mbit werden.

"Was haben wir uns da mit Inexio für eine Firma eingehandelt", kritisierte Karl Böhm (FW) das Telekommunikationsunternehmen aus dem Saarland, das den Ausbau der gesamten Großgemeinde mit einjähriger Verspätung und mit Ausnahme von Ottmaring gerade erst abgeschlossen hat. Das sei auch mit anderen Unternehmen dieser Branche nicht viel anders, hielt Braun entgegen, "Telefonieren war nie so schwierig", meinte sie. Davon könne auch die Nachbarkommune Beilngries ein Lied singen, die sich mit ähnlichen Problemen herumschlage. Auch dass sich keiner mehr auskenne, wurde moniert, wer was wann kündigen müsse und was von Inexio übernommen werde, sei längst nicht mehr klar. Im schlimmsten Fall stehe man von heute auf morgen ohne Telefonanschluss da.

Wie Braun weiter mitteilte, sind derzeit im Gemeindegebiet Reparaturarbeiten an Straßen und Gehwegen am Laufen. Die Firma Prem sei gerade in der Angerstraße in Töging zugange, in Hainsberg werde sie weitermachen. Auch sollen Rasengittersteine an der Bergstraße nach Hainsberg verlegt werden. Damit soll das Anschwemmen des Banketts beendet werden. Ilse Werner wies auf den Espanweg hin, wo das gesamte Bankett kaputt sei, vor allem im Bereich der Glascontainer. Der Weg sollte ihrer Meinung nach ordentlich repariert werden und nicht nur geflickt. Sie verstehe nicht, dass diese Innerortsstraße im Straßenzustandsbericht nicht tiefrot eingezeichnet sei. Auch Adolf Karg (SPD) teilte ihre Meinung, dass man hier am Besten Nägel mit Köpfen machen solle. In Töging-Ost sind die Kanalarbeiten abgeschlossen, teilte Braun mit. Die Firma Spangler könne jederzeit mit dem Bau der neuen Halle beginnen. Der Parkplatz sei bereits fertig, wusste Karl Böhm (FW).