Er konnte das erhoffte silberne Thronjubiläum nicht mehr erleben.

Die kaiserliche Rolle war ihm auf den Leib geschrieben, er verkörperte sie gekonnt und mit natürlichem Talent. Sein Amt erfüllte der Friseurmeister mit staatstragender Haltung, charmanter Würde und vielseitigem Pflichteifer. In den frühesten Morgenstunden des Unsinnigen schminkte er in seiner kaiserlichen "Baderei" die Weckrufer, auf dem Festwagen und bei der bunten Podiumsgaudi erfreute er sich als perfekte Besetzung allgemeiner Wertschätzung. Daneben blieb er ein echter Dietfurter Maschkerer, der sich mit Begeisterung ins nächtliche Treiben stürzte und ausgelassen mitfeierte. Als prägende Figur des Chinesenfaschings weilte er mit Gefolgschaft auch im fernen China.

Nach seinem plötzlichen Tod wurde die närrische Kaiserdynastie für eine Saison unterbrochen. 2001 übernahm Fritz Koller als Ko-Houang-Di die Regentschaft, bis er im vorigen Jahr nach seinem Thronverzicht von Manfred Koller als Fu-Gao-Di abgelöst wurde.