Dietfurt: Der Heilige erstrahlt in neuem Glanz
Ein Dienst für die ganze Stadt: Der Antoniusbrunnen in Dietfurt ist wieder auf Vordermann gebracht worden. Franz Binner (von links), Günther Schlagbauer und Andreas Schmid vom städtischen Bauhof präsentieren stolz ihr Werk. - Foto: Bachhuber
Dietfurt

Der Antoniusbrunnen am Fuße des Kreuzberges ist ein beliebtes Ziel zum Innehalten, kommen doch Spaziergänger und Wanderer auf ihrem Weg ins Tal der Weißen Laber oder auf den Kreuzberg direkt vorbei. So fiel es den Dietfurtern auch auf, als die Grotte zeitweise leer war.

Franz Binner, der täglich am Antoniusbrunnen vorbeikommt, sah, dass die Figur witterungsbedingt stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, und er bat den Lüftlmaler Günther Schlagbauer aus Deising, die Figur mit frischer Farbe zu versehen. Schlagbauer tat dies gerne, kennt er doch die lange Geschichte des Dietfurter Antoniusbrunnens und die Tatsache, dass die Bevölkerung an diesem Brunnen hängt. Er betonte, dass es ihm eine Ehre sei, die Heiligenfigur restaurieren zu dürfen. Franz Binner, der jetzt natürlich bei der Wiedereinsetzung des Heiligen anwesend war, dankte dem Künstler für dessen Werk, das dieser sogar völlig unentgeltlich ausgeführt hatte. Binners Dank galt auch dem städtischen Bauhof, der die mit Efeu überwucherte Grotte ausgeschnitten und gesäubert hatte.

Der Antoniusbrunnen hat eine lange Geschichte. In Aufzeichnungen der Stadt wurde er schon 1570 erwähnt, damals allerdings als Lehnlachbrunnen. Den Namen hatte er vom Lehnlachberg, so hieß früher der Kreuzberg, an dessen Fuß sich der Brunnen befindet. Er diente der Bevölkerung Jahrhunderte lang als Trinkwasserspender. Als man sich um 1908 mit dem Bau einer zentralen Trinkwasserversorgung befasste, die in den folgenden Jahren gebaut wurde, zog man in Erwägung, das Wasser dieses Brunnens zu nutzen. Nachdem aber Brunnen bei Parleithen im Labertal den Vorzug bekamen, beschloss der Stadtrat, den Lehnlachbrunnen 1908 dem Verschönerungsverein zu überlassen. 1910 baute der Verein dann den Zierbrunnen, eine kleine Grotte aus Tuffsteinen. Darin wurde eine Statue des heiligen Antonius aufgestellt. Im gleichen Jahr wurde der Fremdenverkehrsverein gegründet, der bald mit dem Verschönerungsverein fusionierte. 1994 setzte sich die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) Dietfurt dafür ein, die Grotte etwas auszuholzen und die bemoosten Tuffsteine zu reinigen. Die Mitglieder legten dazu auch selbst Hand an.

Diesmal hat nun Franz Binner, ein Anlieger des Premerzhoferweges, die Initiative ergriffen, um die Schäden an der Figur beseitigen zu lassen. Und dies geschah nun in hervorragender Weise bei Günther Schlagbauer.