Vor allem die Kosten für ein Schutzhäuschen, das die Müllcontainer aus dem Kindergarten aufnehmen soll, lieferten wieder Diskussionsstoff. Die dafür vorgesehenen 15 000 Euro waren schon bei vorangegangenen Sitzungen des Stadtrats und Bauausschusses auf herbe Kritik gestoßen. Ilse Werner (CSU) brachte das Thema erneut zur Sprache. "Wenn wir das so akzeptieren, dann brauchen wir nicht mehr über Sparmaßnahmen reden", schimpfte sie, wobei ihr niemand widersprach.

In diesem Zusammenhang wurde auch nach den Kosten gefragt, die das jüngste Malheur nach sich ziehen wird. Beim Einbau des Aufzugs in das Gebäude musste festgestellt werden, dass der Schacht um ein paar Zentimeter zu klein war. "Vier Zentimeter" hätten gefehlt, wie Stadtbautechniker Erwin Rabl zu der Debatte beisteuerte. Auch er habe sich furchtbar darüber aufgeregt. Der Fehler lag bei der bauausführenden Firma, so Bürgermeisterin Carolin Braun (SPD). Die werde auch die Kosten dafür übernehmen. Man kam letztlich überein, die mit der Kindergartensanierung beauftragte Architektin Birgit Neumüller einzuladen. Dann werde man noch einmal über alles reden. Auch die Kosten für das Müllhäuschen sollen noch einmal aufs Tapet kommen.

Die Fenster und Türen der Dietfurter Kläranlage müssen ausgetauscht werden. Das günstigste Angebot für sechs Fenster und zwei Türen hatte die Firma Kuffer abgegeben, die mit einer Summe von 10 046 Euro den Zuschlag erhielt. Die Anzeigentafel in der Schulturnhalle hat vor Kurzem den Geist aufgegeben. Ein Ersatz wurde bereits bestellt, er soll 3171 Euro kosten. In diesem Jahr werde die Tafel allerdings nicht mehr geliefert, informierte die Bürgermeisterin.

20 Sirenen gibt es in Dietfurt, die auf das ganze Gemeindegebiet verteilt sind. Weil einige schon relativ betagt sind, hatte die Feuerwehr eine jährliche Kontrolle im gesamten Gemeindegebiet angeregt. Diese würde 100 Euro pro Jahr und Sirene kosten, was dem Bauausschuss zu teuer erschien. Man kam überein, einmalig alle Sirenen von der Firma Hörmann aus Kirchseeon überprüfen zu lassen. Einen Wartungsvertrag werde es nicht geben, so die Rathauschefin.

Unter Verschiedenes regte die Bürgermeisterin an, bei der Neuverpachtung städtischer Flächen ein Verbot des Ausbringens von Glyphosat in den Vertrag aufzunehmen. Dieser Vorschlag, der vom gesamten Stadtrat behandelt werden soll, stieß im Bauausschuss auf allgemeine Zustimmung.

Johann Gietl (FW) kam auf die Verlegung des Wanderwegs zum Kreuzberg zu sprechen. Sie sei "nicht gelungen", meinte er, die Trasse in seinen Augen nicht begehbar. Im Frühjahr, wenn die neue Wandersaison beginnt, will sich der Bauausschuss selbst ein Bild von der Sache machen.

Dem nicht öffentlichen Teil der Bauausschusssitzung folgte ausnahmsweise noch ein öffentlicher. Zum Thema "Anschaffung neuer Straßenbeleuchtung" begab sich das Gremium auf Rundfahrt durch die nächtliche Kerngemeinde. Dabei wurden verschiedene Varianten zur Erhellung der Straßen und Gassen begutachtet. Eine Entscheidung darüber soll der Stadtrat fällen.