Beilngries: "Um Heimat verdient gemacht"
Die Ehrenurkunde wurde von Herbert Franke (2. v. r.) aus Berching angefertigt. Schirmherr Xaver Bittl (r.) und Werner Richter (l.) überreichten sie an Dieter Gebelein.
Beilngries
Werner Richter, Sprecher der SAK, hob bei seiner Begründung für die Auszeichnung hervor, die Karstgruppe habe ganz besondere Kunstwerke der Natur erschlossen. Deshalb gebühre ihr die Verleihung des Ehrenpreises.

Bittl betonte in seiner Laudatio, die Mühlbacher Höhlenforscher hätten mit viel Aufwand wertvolle Kenntnisse über „die Innereien unseres Jurakarstgebietes vermittelt“. Deren Tätigkeit habe viel mit Mut zu tun. Zudem habe die Arbeit der Gruppe deutlich gemacht, dass die Natur etwas Dynamisches sei.

Der Laudator zählte auch die Höhepunkte in der mittlerweile 20-jährigen Geschichte der Karstgruppe auf. Er verwies auf die wissenschaftlich wertvollen Erkenntnisse der Höhlenforscher und hob deren Bedeutung für die Landschaftsentwicklung im Jura hervor.

Die Karstgruppe, so Bittl weiter, arbeite im Verborgenen, weil sie ein Ziel habe, dass „etwas tiefer geht“. Er verwies besonders darauf, dass die aus Amateuren bestehende Gruppe wissenschaftliche Ergebnisse und Erkenntnisse erreicht habe, wie es „sonst nur Profis können“.

Mittlerweile, stellte Bittl fest, hätten sich die Akteure der Gruppe selbst zu Profis entwickelt. Die Karstgruppe sei ein würdiger Empfänger dieser Auszeichnung, denn, so Bittl, sie habe sich „um unsere Heimat verdient gemacht“.

Stellvertretend für alle Mitglieder der Karstgruppe nahm Dieter Gebelein die Auszeichnung entgegen. Er nannte es sehr überraschend, dass eine Gruppe von Höhlenforschern mit einem Kunst- und Kulturpreis ausgezeichnet werde.

Jedoch sei dies ein schönes Geschenk anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Gruppe. Bei vielen Tauchgängen, so Gebelein, habe man zudem festgestellt, dass die Natur selbst ein großer Künstler sei. Anschließend vermittelte er den Anwesenden anhand etlicher Bilder einen Eindruck von der faszinierenden Arbeit der Karstgruppe.