Beilngries: Viel getan, viel zu tun
Die Sanierung im Rückgebäude des Rathauses soll im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Die Stadt darf sich über eine üppige Förderung freuen. - Foto: Fabian Rieger
Beilngries

Ein paar Sitzungen der Beilngrieser Stadträte sowie des Bauausschusses sind im vergangenen Jahr als Kuriosum in die lokalpolitische Geschichte eingegangen. Grund dafür war nicht, dass besonders viel - oder ausnahmsweise besonders wenig - gestritten wurde, sondern der Austragungsort. Einmal kamen die Räte im Feuerwehrhaus zusammen, andere Male im Haus des Gastes. Der Sitzungssaal im Rathaus, eigentlich das "zweite Wohnzimmer" der Stadträte, konnte wegen laufender Arbeiten an der Lüftungsanlage nicht genutzt werden.

Diese Zeiten sind vorbei, schon lange wird wieder am angestammten Platz über die Zukunft der Altmühlstadt beraten - das Sanierungsgesamtprojekt läuft aber nach wie vor. Wie Stadtbaumeister Seitz auf Anfrage unserer Zeitung berichtet, ist der erste Teil der Arbeiten im Rathaus abgeschlossen. Die Handwerker sind dann in das Gebäude Alte Postgasse 2 gewechselt, das revitalisiert werden soll. Dort werden sie noch einige Zeit zugange sein, ehe es dann noch einmal zurück ins Rathaus geht. Irgendwann im dritten Quartal - also in Richtung Hoch- oder Spätsommer - könnte man dann komplett fertig sein, so der Stadtbaumeister.

Die Ziele des Projektes sind bereits mehrfach beschrieben worden. Unter anderem geht es um Verbesserungen aus energetischer Sicht. Die Regierung von Oberbayern, die für entsprechende Maßnahmen einen üppig gefüllten Fördertopf zur Verfügung gestellt hat, hat den Anspruch, dass in öffentlichen Einrichtungen der Energieverbrauch durch bessere Dämmungen und/oder moderne Technik nach Möglichkeit gesenkt werden soll. Außerdem wollen die Beilngrieser das leerstehende Haus in der Alten Postgasse wieder nutzbar machen und durch die Maßnahmen im Rathaus mehr Platz für die Verwaltung schaffen. Die Platzverhältnisse seien derzeit beengt, wie vor Monaten im Stadtrat erläutert wurde.

Letztlich war es aber nicht nur der dringende Bedarf, der die Stadt dazu bewogen haben dürfte, das Projekt in Angriff zu nehmen. Vor allem aufgrund der hervorragenden Förderzusage führte im Grunde kein Weg an dem Vorhaben vorbei. Die Regierung hatte einen Zuschuss in einer fixen Höhe von 557 500 Euro zugesagt. Die Gesamtkosten sind mit rund 640 000 Euro veranschlagt. Dieser Wert sei nach wie vor realistisch, lässt der Stadtbaumeister wissen. Die Stadt muss für das Gesamtprojekt demnach etwa 80 000 Euro selbst berappen - keine Kleinigkeit, aber im Vergleich zu den vielen Großprojekten, die bereits laufen oder bald in Angriff genommen werden, doch eher ein überschaubarer Posten in den städtischen Ausgaben.