Entsprechende Überlegungen hatte man beim Verein bereits vor einiger Zeit angestellt. Dann gab es aber diverse Verzögerungen. Laut Vorsitzendem Gottfried Stanislawski sei nun davon auszugehen, dass noch in diesem Frühjahr, spätestens jedoch im Frühsommer die beiden Routen eröffnet werden. Damit schaffe der Verein einen Ersatz für die bis zum Jahr 2015 von ihm alljährlich durchgeführten Wandertage. Diese jeweilige Großveranstaltung könne man aus Personalmangel nicht mehr stemmen, deshalb schildere man nun die permanenten Wanderrouten aus, so Stanislawski.

Seinen Angaben zufolge verschwinde die Stadt Beilngries dadurch auch nicht völlig von der Wanderkarte des Internationalen Volkssportverbands (IVV). Für die Wanderfreunde aus der Altmühlstadt gehe es in nächster Zeit darum, entsprechende Routen auszuschildern, entlang des Weges eine Art Buchstabenrätsel einzurichten und für den Verkauf der bei den Sohlensportlern begehrten Stempelkarten zu sorgen, berichtete der Vorsitzende. Wie ebenfalls zu erfahren war, können Interessierte die permanenten Wanderwege künftig ständig begehen. Als Nachweis für das Absolvieren der gesamten Strecke gelten die nacheinander angebrachten Buchstaben, deren Kombination ein Lösungswort ergibt. Wer dieses bei der Stempelstelle vorlegt, bekommt die erwünschte Bestätigung. "Wir haben damit praktisch einen ganzjährigen Wandertag. Für uns als Verein hat dies den Vorteil, dass wir nur noch in regelmäßigen Abständen neue Buchstabenfolgen anbringen müssen", erläuterte Stanislawski. Dies sei erforderlich, weil man sonst nach geraumer Zeit nicht mehr überprüfen könne, ob ein Interessent gewandert sei oder sich nur das Lösungswort beschafft habe.

Laut Stanislawski sei in nächster Zeit noch einiges an Papierkrieg zu erledigen. Die bürokratischen Aktionen dürften aber kein größeres Problem darstellen, in wenigen Monaten sollte der permanente Weg eingerichtet sein, gab sich Stanislawski zuversichtlich.

Im Verlauf der Versammlung blickten die Beilngrieser Wanderfreunde auch auf ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück. Man habe wieder an rund 40 Veranstaltungen teilgenommen und sowohl in Berching als auch in Töging bezüglich der Teilnehmerzahl jeweils den dritten Platz belegt, war zu erfahren. Obwohl dem Verein nun die Erlöse aus den jährlichen Wandertagen fehlen, ist es um dessen finanzielle Lage noch recht gut bestellt. Die rund 30 anwesenden Mitglieder erfuhren, dass man zwar erneut einen Rückgang beim Kassenstand verzeichnet habe, aber immer noch über ein ansehnliches finanzielles Polster verfüge.

Bei seinem Ausblick auf die Aktivitäten in diesem Jahr kündigte der Vorsitzende an, dass Anfang Mai erneut eine Messe für die gestorbenen Mitglieder vorgesehen sei. Im Hinblick auf die im kommenden Dezember anstehende Jahresversammlung mit Wahlen sagte Stanislawski, diese würde entweder kurz vor oder unmittelbar nach Weihnachten stattfinden.

Bei der diesmaligen Versammlung wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Alois Zinner gehört den Wanderfreunden schon seit 40 Jahren an. Alfons und Angelika Weigl aus Denkendorf sowie Josef Sichert aus Berching sind jeweils seit einem Vierteljahrhundert dabei.