Mittwoch, 18. Januar 2017 |

Die redaktionellen Leitsätze des DONAUKURIER

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Die Redaktion des DONAUKURIER bekennt sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist sich der Aufgaben bewusst, die ihr nach dem Grundgesetz zur Wahrung der demokratischen Rechte zufallen.
  
Bei ihrem publizistisch-journalistischen Schaffen ist die Redaktion frei und unabhängig von fremden Einflüssen. Die Zusammenarbeit zwischen dem Herausgeber und der Redaktion ist bestimmt durch die öffentliche Funktion der Presse im demokratischen Staatswesen.

Der Herausgeber legt in Zusammenarbeit mit der Redaktion im Rahmen der vorgenannten publizistischen Grundsätze und gemäß den geltenden Gesetzen die Richtlinien für die Zeitung DONAUKURIER, die jeden einzelnen Redakteur zur Einhaltung verpflichten, wie folgt fest:
 

Grundlagen der redaktionellen Arbeit (Richtlinien)

 
  1. Der Leser ist über alle Bereiche des öffentlichen Lebens möglichst vollständig zu informieren. Die Redaktion hat mit der gebotenen Sorgfalt alle zur Veröffentlichung gelangenden Informationen zu prüfen und sachgerecht darzustellen.
  2. Nachrichten dürfen nicht verzerrt und verfälscht werden, das gilt auch für die Titel.
  3. Als Maßstab für die Auswahl der zur Veröffentlichung kommenden Nachrichten hat ihr Informationswert zu gelten.
  4. Kommentar und Würdigung in allen Ressorts genießen freien Spielraum im Rahmen der Leitsätze und sollen Mut zur eigenen Aussage zeigen. Die Redaktion hat dem Leser verständlich zu machen, was sie will. Sie hat auch andere Auffassungen sachlich darzustellen, selbst wenn sie mit ihnen nicht übereinstimmt.
  5. Die Redaktion ist meinungs- und aussagefreudig. Sie respektiert das Persönlichkeitsrecht.
  6. Bestimmte Meinungsäußerungen können von einem Redakteur oder Mitarbeiter nicht verlangt werden, wenn dieser sie mit seiner Überzeugung nicht vereinbaren kann.
  7. Herausgeber und Redaktion beachten sorgfältig die Bestimmungen des Landespressegesetzes. Das gleiche gilt für die allgemeinen gesetzlichen Vorschriften. Sie berücksichtigen die Empfehlungen des Deutschen Presserates.
  8. Die Redaktion ist sich bewusst, dass ihr Leserkreis alle Schichten der Bevölkerung umfasst.
  9. Die Redaktion beobachtet die sich ständig verändernden Lesegewohnheiten. Sie bezieht moderne Gestaltungselemente in die Zeitungsaufmachung ein, ohne dabei die Seriosität aufzugeben. Oberstes Ziel redaktioneller Arbeit ist es, eine populäre Qualitätszeitung zu schaffen.
  10. Die Redaktionsmitglieder verpflichten sich dem Loylitätsprinzip nach innen und außen.

Leitsätze

 
  1. Die Redaktion bekennt sich zu den christlichen Prinzipien. Sie fördert alle fortschrittlichen Kräfte. Sie setzt sich für den Frieden in aller Welt ein. Sie ist der Entwicklung einer parlamentarisch-demokratischen Ordnung und den Forderungen der Menschenrechtskonvention verpflichtet. Die Redaktion tritt für den weiteren Ausbau des sozialen Rechtsstaates, für die Würde des Menschen und für den Schutz der Schwachen ein. Die Redaktion ist nicht an die Auffassungen einer Partei, einer politischen, wirtschaftlichen oder konfessionellen Gruppierung gebunden.
  2. Die Redaktion bekämpft alle extremistischen Tendenzen.
  3. Die Redaktion geht davon aus, dass sie für Leser schreibt, die als mündige Bürger die Träger der politischen Willensbildung im Staat sind.

Herausgeber und Redaktion beschließen gemeinsam diese Leitsätze und Richtlinien. Änderungen bedürfen der gemeinsamen Beschlussfassung und der schriftlichen Fixierung.

Ingolstadt, im Dezember 1968,
Dr. Wilhelm Reissmüller