Quo vadis, SPD? Schlimmer geht's nimmer. Eine Partei zerlegt sich selbst. Auch als beständiger Nichtwähler der SPD, Respekt hatte ich schon vor Größen dieser Partei wie August Bebel, Otto Wels (seine Worte im Reichstag in der Hitler-Diktatur zum Ermächtigungsgesetz: "Geld, Gut und Leben können sie uns nehmen, unsere Ehre aber nicht"), Kurt Schumacher, der in Hitlers KZ schwer gelitten hat, Willy Brandt, Helmut Schmidt, nicht zu vergessen Carlo Schmid, einer der Väter unseres Grundgesetzes, oder Ernst Reuter, Regierender Bürgermeister von Berlin, der während der Berlin-Blockade 1948 den legendären Satz gesprochen hat: "Völker der Welt, schaut auf diese Stadt."

Heute sind die Sozialdemokraten Deutschlands nur noch eine mitleiderregende Partei mit einer designierten Vorsitzenden Andrea Nahles, die sich im Bundestag zu einer Pippi-Langstrumpf-Gesangseinlage versteigt, sich im "Bätschi"-Modus äußert und nach Beendigung der vorherigen großen Koalition dem ehemaligen Koalitionspartner - Zitat - "eins in die Fresse geben will". Eine Erneuerung an Haupt und Gliedern dieser Partei ist zwingend notwendig, aber nicht mit dem heutigen Führungspersonal, welches das Schulz-Desaster ursächlich mitzuverantworten hat.

Gelingt dies nicht, droht die deutsche Sozialdemokratie im Orkus der Geschichte zu verschwinden, Frankreich ist hierfür ein beredtes Beispiel.

Hans-Hermann Linne

Kinding-Erlingshofen