Als gewähltes Mitglied dieses wichtigen Kirchenparlaments freue ich mich immer über eine gute Berichterstattung über die Sitzungen der Synode der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern. Nur, die Berichterstattung muss richtig sein. In diesem Artikel ist sie das aber teilweise nicht: Die Überschrift "Evangelische Synode ist gegen Reformationstag als Feiertag" ist falsch, ebenso der Textabschnitt "Einen Antrag, nach dem sich die Synode um die Einführung des Reformationstages als gesetzlichen Feiertag bemühen soll, lehnten die Parlamentarier ab, sagte ein Sprecher." Welcher Sprecher zitiert wird und was er genau gesagt hat, ist nicht ersichtlich. Der Inhalt der Aussage ist jedenfalls falsch.

Richtig ist: Wir haben über einen Antrag der Landesjugendkammer der evangelischen Jugend Bayerns beraten und abgestimmt. In diesem Antrag wurde das Einsetzen der Synode für eine Verstetigung des Reformationstages am 31. Oktober als gesetzlicher Feiertag beantragt, auch damit dem eher zweifelhaften Geschehen der Halloween-Feiern ein Thema mit Substanz entgegengesetzt wird. Wir haben nach eingehender Beratung folgenden Beschluss gefasst: "Die Landessynode begrüßt, dass die Evangelische Jugend in Bayern dem Reformationstag eine hohe Bedeutung beimisst. Sie befürwortet den Antrag im Sinne eines Einsatzes für die Bedeutung und Gestaltung des Tages." Bei den Beratungen wurde deutlich, dass der Landeskirchenrat das Anliegen in Gesprächen mit staatlichen Stellen unterstützen wird. Denn nur diese Stellen können über dieses Ansinnen entscheiden. Die Synode kann es nicht.

Christoph Oelker

Manching-Pichl