Lange Zeit wurde Infraschall als Gefahr nicht weiter beachtet, da dieser unterhalb der Hörschwelle liegt. Moderne Untersuchungen neue Forschungsansätze und letztlich viele Einzelberichte von praktizierenden Ärzten führten zu einer anderen Interpretation des Themas Infraschall. Zunehmend sprechen immer mehr Ärzte und Wissenschaftler von einer ganz realen Gefährdung der Menschen durch Infraschall von Windkraftanlagen.

Das Deutsche Ärzteforum für Emissionsschutz hat in einem offenen Brief vom 2. Februar 2014 die wissenschaftlichen Zusammenhänge und Fakten aufgezeigt, warum ein Mindestabstand von zwei Kilometern notwendig ist beziehungsweise die 10H-Regel auf keinen Fall unterschritten werden darf. Da es sich bei Windrädern um periodisch tieffrequente Schallquellen handelt, sind sie auf andere tieffrequente Schallquellen nicht übertragbar.

Eine vierjährige Studie von US-Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Nina Pierpont kam zu dem Ergebnis, dass „normaler“ Infraschall für den menschlichen Körper so unbedeutend wie ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Doch bei Windrädern gilt der stete Tropfen höhlt den Stein.

Laut Dr. Pierpont konnte gemessen werden, dass Infraschall zu geringen Schwingungen im Körper, den Organen und im Gehirn führt. Über einen längeren Zeitraum sorgt dies für den Abbau des Abwehr- und Immunsystems im Körper. Die Anfälligkeit für Krankheiten und sogar eine Erhöhung der Krebsgefahr konnte in dieser Studie nachgewiesen werden. Die Wissenschaftlerin empfiehlt einen Abstand zum Windrad von zwei Kilometern. Bei mehr als einem Windrad erhöht sich die Infraschallfrequenz exponentiell, worauf der Abstand doppelt so groß sein sollte.

Diese Ergebnisse decken sich mit Studien aus Schweden, Kanada, Australien und Dänemark. Letzteres hat daher den Bau von Windkraftanlagen um 90 Prozent zurückgefahren. Offiziell wird diese Krankheit als Wind-Turbinen-Syndrom beschrieben, was auch von der Deutschen Krankenkasse anerkannt wird.

Zum Leserbrief von Herrn Gonser bleibt zu hoffen, dass den Studierenden der TU Stuttgart anderweitig solche Informationen vermittelt werden.

Die Heidecker Bürger müssen entscheiden, ob sie sich für die nächsten Jahrzehnte so einer Belastung aussetzen wollen.

 

Johannes Pfaller

Haag 1

Heideck