Das ist ein richtiger Beruf: Man muss einen Kurs belegen und eine Prüfung machen. Steen Lom ist so ein Eislotse. Er fährt seit vielen Jahren zur See, meist vor der Küste Grönlands, und sagt, sein wichtigstes Werkzeug seien die Augen. Er lässt seinen Blick pausenlos über das Meer wandern und hält Ausschau nach Eis. Er kontrolliert aber auch die Eiskarten vom Wetterdienst. Außerdem gibt es Wetterdaten von Satelliten und das Radar.

Ein Schiff, das mit einem Eisberg zusammenstößt, kann im schlimmsten Fall ein Loch bekommen und sinken. Am gefährlichsten seien aber sehr kleine Eisberge oder große Eisschollen, die flach im Wasser liegen, meint Lom. Selbst bei guter Sicht sind sie kaum zu erkennen. Bei Wellengang kann sie auch das Radar nicht mehr orten.