Diamanten bestehen aus Kohlenstoff und entstehen nur bei extremer Hitze (1200 bis 1400 °C) und unter enormem Druck (in einer Tiefe zwischen 150 und 660 Kilometern). Durch Magma beispielsweise - das ist eine Gesteinsschmelze - können Diamanten nah an die Erdoberfläche kommen. Die größten Vorkommen gibt es in Russland, Afrika, Australien, Kanada und Brasilien. Die weltweite Produktion liegt bei rund 20 Tonnen jährlich.

Doch Diamanten sind nicht nur schön anzuschauen. Sie haben noch eine ganz besondere Eigenschaft: Sie sind der härteste natürlich vorkommende Stoff. Deshalb setzt man sie auch gerne in der industriellen Fertigung ein: etwa als Schneidwerkzeug. Natürlich verwendet man für solche Zwecke keine edlen Schmuckdiamanten, sondern unedle Industriediamanten - auch "Bort" genannt. Allerdings reicht die Menge natürlicher Diamanten für den industriellen Bedarf schon längst nicht mehr aus. Deshalb nutzt man vielfach künstlich hergestellte Diamanten. Inzwischen kann man sogar deren Eigenschaften beeinflussen - und so eine bestimmte Reinheit oder Leitfähigkeit erzeugen. ‹ŒSeite 6