Grundrechte in Gefahr
Eine der bemerkenswertesten Meldungen der vergangenen Tage war nicht etwa auf den politischen Seiten der Tageszeitungen zu finden, sondern in den Boulevards und Klatschspalten. Johannes Heesters, der mit 103 Jahren wohl älteste Entertainer der Welt, meldete sich wegen des kommenden Rauchverbotes zu Wort. Seiner Meinung nach erinnere das Rauchverbot fatal an eine Diktatur.

Eine Mitarbeiterin eines Einwohnermeldeamtes kontrolliert den Fingerabdruck eines Antragstellers für den neuen "ePass".
Aber das ist längst nicht das Ende. In diesen Tagen will die Bundesregierung die Vorratsdatenspeicherung beschließen, ein Gesetz im Kielwasser einer entsprechenden EU-Richtlinie, das unser Kommunikationsverhalten dokumentiert. Ob wir telefonieren, eine SMS oder eine E-Mail schicken, alles wird ein halbes Jahr lang aufgezeichnet. Selbst unsere Surfreisen im Internet sind lückenlos nachzuvollziehen. Ein derart massiver Eingriff in die Grundrechte höhlt die Privatsphäre völlig aus und ermöglicht die verdachtslose Totalüberwachung aller Bürger. Die Fernmeldefreiheit wird mit diesem Gesetz ebenso zu Grabe getragen wie die Pressefreiheit. Denn bislang konnte ein Informant sicher sein, von dem Medium seines Vertrauens geschützt zu werden. Künftig genügt ein Blick in die Verbindungsdaten der Journalisten, um zu sehen, mit wem er Kontakt hatte.
Von Michael Schmatloch
Kommentare
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Teil5
Ein mal erhobene Daten bleiben bestehen und niemand weiß, wozu sie in
der Zukunft eingesetzt werden können. Je Umfangreicher die Datensammlung
ist, um so mehr kann man über eine Person erfahren und um so gefährdeter
ist diese Person.
Anstatt die Grundrechte abzubauen oder das Grundgesetz aufzuweichen,
wäre es viel nötiger, angesichts des Wandels der Gesellschaft zu einer
Informationsgesellschaft, den Schutz des einzelnen im Datenmißbrauch und
Datenschutz direkt im Grundgesetz zu verankern.
Wer gegen die Vorratsdatenspeicherung ist und aktiv mitmachen möchte,
kann auf unten angegeben Link unter "Mitmachen" sich bei der Sammelklage
bei Bundesgerichtshof mit beteiligen.
http://www.vorratsdatenspeicherung.de
der Zukunft eingesetzt werden können. Je Umfangreicher die Datensammlung
ist, um so mehr kann man über eine Person erfahren und um so gefährdeter
ist diese Person.
Anstatt die Grundrechte abzubauen oder das Grundgesetz aufzuweichen,
wäre es viel nötiger, angesichts des Wandels der Gesellschaft zu einer
Informationsgesellschaft, den Schutz des einzelnen im Datenmißbrauch und
Datenschutz direkt im Grundgesetz zu verankern.
Wer gegen die Vorratsdatenspeicherung ist und aktiv mitmachen möchte,
kann auf unten angegeben Link unter "Mitmachen" sich bei der Sammelklage
bei Bundesgerichtshof mit beteiligen.
http://www.vorratsdatenspeicherung.de
Re: Teil5 Weg mit der Vorratsdatenspeicherung
Ich bin gegen die Vorratsspeicherung, da mir das als ehemaligem DDR-Bürger noch bekannt ist. Daten wurden sinnlos gespeichert und bei Gebrauch gegen die zu erpressende Person benutzt, um beispielsweise eine Tätigkeit für die DDR-Staatssicherheit zu erzwingen. Bekannt ist ja auch, dass durch jetzige "Speicherungen" unter anderem Einreisen in die USA untersagt wurden, weil Reisewillige ein Buch über die Machenschaften von Osama bin Laden kauften. Deshalb ist man doch nicht gleich ein Staatsfeind...
--
lucorki
--
lucorki
Teil4
Aktuelle Beispiele sind die zentrale Datei für Ausländer in Köln. Ein
Freund bekam beim Antrag auf den deutschen Paß zu hören, als die Dame
dort in den Computer schaute: "Ah, das ist bei Ihnen ja gar kein
Problem. Sie haben die ganzen Jahre immer fleißig gearbeitet und waren
in der ganzen Zeit nur 3 Mal kurz krank. Sie sind ja ein guter
Bürger..."
Im geschichtlichen Rückblick sei noch das Beispiel der Volkszählung um
1930 erwähnt, wo IBM mit den ersten Lochkarten die Auswertung von
Massendaten ermöglichte. Unter anderen wurde auch die Frage nach
Religion gestellt. Mit diesen Daten haben die Nationalsozialisten später
die Logistik der Konzentrationslager akribisch geplant. Darum merke: Man
ist immer nur so sicher mit seinen persönlichen Daten, wie das
politische System stabil ist.
Freund bekam beim Antrag auf den deutschen Paß zu hören, als die Dame
dort in den Computer schaute: "Ah, das ist bei Ihnen ja gar kein
Problem. Sie haben die ganzen Jahre immer fleißig gearbeitet und waren
in der ganzen Zeit nur 3 Mal kurz krank. Sie sind ja ein guter
Bürger..."
Im geschichtlichen Rückblick sei noch das Beispiel der Volkszählung um
1930 erwähnt, wo IBM mit den ersten Lochkarten die Auswertung von
Massendaten ermöglichte. Unter anderen wurde auch die Frage nach
Religion gestellt. Mit diesen Daten haben die Nationalsozialisten später
die Logistik der Konzentrationslager akribisch geplant. Darum merke: Man
ist immer nur so sicher mit seinen persönlichen Daten, wie das
politische System stabil ist.
Teil3
Gefährlich wird es für Reisende, wenn in anderen Ländern hier legale
Sachen dort als Straftaten behandelt werden. Der Schutz der Anonymität
entfällt dann und man kann dann noch froh sein, wenn man bei der
Einreise nur abgewiesen wird, statt gleich ins Gefängnis gesteckt zu
werden. Simples Beispiel ist Homosexualität z.B. im Iran oder anderen
arabischen Ländern im Gegensatz zu Europa. Über Umwege werden auch diese
Länder an unsere Daten gelangen, da das gesamte System zu groß und
komplex ist, um kontrollierbar zu sein, was mit der
Vorratsdatenspeicherung aufgebaut wird.
Es ist also nicht nur der Verlust der Meinsungsreiheit, sondern auch der
Verlust jeglicher Intimität. Hier werden Menschen vor dem Staat nackt
ausgezogen.
Sachen dort als Straftaten behandelt werden. Der Schutz der Anonymität
entfällt dann und man kann dann noch froh sein, wenn man bei der
Einreise nur abgewiesen wird, statt gleich ins Gefängnis gesteckt zu
werden. Simples Beispiel ist Homosexualität z.B. im Iran oder anderen
arabischen Ländern im Gegensatz zu Europa. Über Umwege werden auch diese
Länder an unsere Daten gelangen, da das gesamte System zu groß und
komplex ist, um kontrollierbar zu sein, was mit der
Vorratsdatenspeicherung aufgebaut wird.
Es ist also nicht nur der Verlust der Meinsungsreiheit, sondern auch der
Verlust jeglicher Intimität. Hier werden Menschen vor dem Staat nackt
ausgezogen.
Teil2
Diese Informationen liegen dann zentral vor und sollen noch 52 anderen
Ländern für Ermittlungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Von
Datenschutz kann dann auch keine Rede mehr sein, da dies jedes Land
ehedem anders auslegt.
Übersehen wird auch die Tatsache, daß einmal in Umlauf befindliche Daten
kaum mehr zu kontrollieren sind. Die dann über illegale Wege gehorteten
Daten werden dann auch großen Konzernen zur Verfügung stehen, die damit
beliebig ihre Mitarbeiter bewerten und selektieren können, ganz zu
schweige von Versicherungen, die ihre Antragssteller durchleuten, wie es
schon jetzt geschieht.
Ländern für Ermittlungszwecke zur Verfügung gestellt werden. Von
Datenschutz kann dann auch keine Rede mehr sein, da dies jedes Land
ehedem anders auslegt.
Übersehen wird auch die Tatsache, daß einmal in Umlauf befindliche Daten
kaum mehr zu kontrollieren sind. Die dann über illegale Wege gehorteten
Daten werden dann auch großen Konzernen zur Verfügung stehen, die damit
beliebig ihre Mitarbeiter bewerten und selektieren können, ganz zu
schweige von Versicherungen, die ihre Antragssteller durchleuten, wie es
schon jetzt geschieht.
Teil1
Es bleibt ja nicht bei der Überwachung allein. Das Zusammenführen der
persönlichen Daten erlaubt ein komplettes Persönlichkeitsprofil über
jedermann zu erstellen. Das reicht von seinen persönlichen und
politischen Ansichten, den Vorlieben, der sexuellen Orientierung, der
sexuellen Typfrage, dem psychischen Zustand, dem Gesundheitszustand, dem
Einkaufsverhalten, der Lebensweise. Hinzu kommen die sozialen Netzwerke,
selbst mögliche und heimliche Nebenbeziehungen.
persönlichen Daten erlaubt ein komplettes Persönlichkeitsprofil über
jedermann zu erstellen. Das reicht von seinen persönlichen und
politischen Ansichten, den Vorlieben, der sexuellen Orientierung, der
sexuellen Typfrage, dem psychischen Zustand, dem Gesundheitszustand, dem
Einkaufsverhalten, der Lebensweise. Hinzu kommen die sozialen Netzwerke,
selbst mögliche und heimliche Nebenbeziehungen.
Die Gefahr wird immer noch unterschätzt.
Das ist ja total blöd hier. Einen richtigen Text darf man nicht schreiben:
Der Text enthält 1081 Zeichen. Sie dürfen nur Zeichen als Text schreiben
Was für ein Blödsinn. Jetzt darf ich raten, wieviel Zeichen ich schreiben darf. Offenbar immer noch zu viel. Wer legt denn das fest, wie lang meine Meinung sein darf.....
Der Text enthält 1081 Zeichen. Sie dürfen nur Zeichen als Text schreiben
Was für ein Blödsinn. Jetzt darf ich raten, wieviel Zeichen ich schreiben darf. Offenbar immer noch zu viel. Wer legt denn das fest, wie lang meine Meinung sein darf.....
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