Montag, 29. Mai 2017
 

 

17.03.2006 19:12 Uhr | x gelesen
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Rekordversuch: Ein Liebesbrief ans Schrobenhausener Land


Schrobenhausen (mpy) Wenn heute in einer Woche die SOBA ihre Tore öffnet, möchte die Schrobenhausener Zeitung die große Öffentlichkeit nutzen, um ein Zeichen zu setzen: An ihrem Stand soll ein Liebesbrief in Rekordlänge entstehen – ein Liebesbrief an das Schrobenhausener Land, das in den vergangenen Monaten überregional so gescholten wurde. Ziel soll es sein, den Menschen außerhalb der Region zu zeigen, wie schön es sich hier leben lässt. Messebesucher können auf der SOBA auf einer großen Kartonrolle ihre Grußbotschaft schreiben oder malen – entweder direkt vor Ort geschrieben, oder auch zu Hause auf Papier oder am Computer vorbereitet und aufgeklebt. Am Ende der Messe wird der Liebesbrief dem Rathaus zugestellt, und den kann man dann ja all denen zeigen, die behaupten, Schrobenhausen sei eine Stadt der sozialen Kälte.


Über Wochen hinweg haben zuletzt die Süddeutsche Zeitung, aber auch das Bayerische Fernsehen, der Bayerische Rundfunk oder auch Antenne Bayern einseitig negativ über die Situation im Gefängnisturm berichtet und ein Bild vom Schrobenhausener Land gezeichnet, als würden hier die sozial Schwachen im Stich gelassen. Dass das nicht stimmt, wissen alle, die hier leben. Denn – im Gegenteil – engagieren sich in Schrobenhausen wie auch in den umliegenden Gemeinden viele Menschen aufopferungsvoll für andere: über die Kirchen, über Verbände, in Vereinen.

Nachdem nun die Spargelsaison bevorsteht, ist es an der Zeit dieses falsche Bild gerade zu rücken. Wer hier lebt, weiß gut, dass es viele Gründe gibt, für das man das Schrobenhausener Land lieben kann: das Goachat, der Stadtwall, die Menschen hier, die Städte und Gemeinden, die funktionierenden Dorfgemeinschaften (und auch in Sandizell wird man sich bestimmt bald wieder einigen). Bemerkenswerte Bürgermeister und Ex-Bürgermeister, nicht nur in der Stadt, sondern auch in umliegenden Gemeinden. Man kann auch Liebesbriefe schreiben, in denen steht, warum Aresing oder das Donaumoos oder Hohenwart oder Weilach und all die anderen mindestens genauso toll sind. Vereine können den Leistungsträgern ebenso wie den Wasserträgern huldigen, kurz: der Fantasie sollen keine Grenzen gesetzt sein.

Vielleicht fotografieren Bürger ihre Lieblingsfleckchen, drucken sie aus und schreiben ein paar Zeilen dazu, warum sie sie so außergewöhnlich finden. Vielleicht malen Kinder in Kindergärten Bilder und zeigen, was sie am Schrobenhausener Land toll finden – und wenn es der Schokoladenkuchen ist, den es ab und zu bei der Oma gibt. Und natürlich sind alle Kommunalpolitiker, alle Vereinsvertreter, alle Bürger aufgerufen, in ein paar Zeilen zu erklären, was sie an ihrer Heimat schätzen.

In den Werkstätten der Regens Wagner Berufsschule entsteht gerade eine raffinierte Staffelei, die es ermöglicht, den original Leinfelder-Karton auf dem SOBA-Stand der Schrobenhausener Zeitung nicht nur zu präsentieren, sondern auch ab- und aufzurollen – denn am Ende soll der Liebesbrief einige rekordverdächtigte Meter lang sein.

 


Mathias Petry

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